Deutsche Minderheit

Große Umbaumaßnahmen an der DSS: Mehr Raum für die Zukunft

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Der ehemalige Kindergartentrakt ist jetzt direkt mit dem Schulgebäude verbunden.

Die Generalversammlung des Schulvereins der Deutschen Schule Sonderburg stand ganz im Zeichen der umfassenden Um- und Ausbauphase, die die Aufteilung der Schule nachhaltig verändern wird. Schulleiterin Henriette Tvede Andersen berichtete über die Hintergründe, den aktuellen Stand und die Herausforderungen der Baumaßnahmen.

Das stetige Wachstum der Schülerzahlen an der Deutschen Schule Sonderburg macht mehr Raum dringend erforderlich, insbesondere da die Schule nach den Sommerferien erstmals die 7. Klassen aus der Förde-Schule in Gravenstein (Gråsten) und somit 21 neue Kinder übernimmt.

Ziel des Umbaus ist es, die räumlichen Kapazitäten zu erweitern und die Nutzung der Gebäude neu zu strukturieren, sodass die verschiedenen Jahrgangsstufen künftig besser verteilt und mit eigenen Räumen ausgestattet werden können. Neue Quadratmeter gewinnt die Schule über den Umbau des alten Kindergartens an der Arnkilgade, der direkt an die Schule angrenzt und nun Teil des Gebäudes ist. Im vergangenen Jahr hatte die DSS 215 Schülerinnen und Schüler.

Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Etappen. Die erste Phase – der Umbau des alten Kindergartens an der Arnkilgade – ist bereits abgeschlossen. Dort entstanden neue Klassenräume, und das Lehrerzimmer wurde modernisiert.

Auch für die Lehrkräfte heißt es umziehen: Die Angestellten haben ein neues Lehrerzimmer erhalten.

In der nächsten Etappe wird das ehemalige Lehrerzimmer zu einem weiteren Klassenzimmer umgebaut, zudem werden moderne Lüftungssysteme installiert. Die gesamten Umbaumaßnahmen sollen bis 2026 abgeschlossen sein.

Die Bauarbeiten stellen Lehrpersonal und Schüler vor Herausforderungen, da es zeitweise an Rückzugsräumen fehlt. „Es ist schwer, weil wir keinen extra Raum haben. Uns fehlt manchmal ein Gesprächsraum oder ein Ort, an dem man sich zurückziehen kann“, berichtete Andersen. Trotz dieser Schwierigkeiten zeigte sie sich beeindruckt vom Engagement ihres Teams: „Die machen das alles richtig gut mit. Da muss ich mein Team echt loben.“

Umzugskartons und Baulärm haben die vergangenen Wochen geprägt.

Nach Abschluss der Umbauten erhält die Schule eine neue Raumstruktur: Die Unterstufe zieht in den ehemaligen Kindergarten, die Mittelstufe in den Altbau und die Oberstufe in den Neubau. Das Gebäude rund um die Aula bleibt zentraler Treffpunkt und beherbergt weiter Fachräume und Klassenzimmer. Die umfangreichen Umbaumaßnahmen schaffen nicht nur mehr Raum, sondern legen auch den Grundstein für eine zukunftsorientierte Schulentwicklung, die den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird.

Melissa Knoch, Vorsitzende des Schulvorstands, betonte die positiven Auswirkungen der Umstrukturierung und die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Projekte trotz finanzieller Herausforderungen. Dazu zählen Klassenfahrten, die Einschulungsfeier und die Anschaffung einer Multibahn für den Schulhof, für die 180.000 Kronen zusammenkommen sollen.

Rund 30 Eltern, Lehrkräfte und Bekannte der Schule nahmen am Donnerstagabend in der Aula an der Generalversammlung teil, wo unter anderem Melissa Knoch ihren Jahresbericht vorlas.

Melanie Ohrendorf Bertelsen berichtete als Leiterin der Schulfreizeitordnung (SFO) von einem abwechslungsreichen Jahr 2024 an der Deutschen Schule Sonderburg.

Die Mütter Lisa Schmäschke (l.) und Lilli Hammerich wurden von den Anwesenden neu in den Schulvorstand gewählt. Kassierer Bo Thielsen verließ den Vorstand nach 13 Jahren treuer Mitarbeit und auch Olga März schied aus dem Vorstand aus.

Im Januar startete ein Monatsplan mit Piktogrammen, der die pädagogische Arbeit für Kinder sichtbar macht. Im Februar fand der erste Musik-Wettbewerb (MGP) statt, bei dem Kinder als Gruppen oder Solokünstler auftraten. „Ein Kind schrieb sogar selbst einen Liedtext und komponierte eine Melodie und alle Kinder erhielten eine Urkunde, denn bei uns sind alle Kinder Gewinner, die den Mut haben, sich auf der Bühne zu präsentieren“, so die SFO-Leiterin.

Klassenübergreifende Freundschaften, Feuerwehrprojekt, der Umgang mit Nachhaltigkeit und der wiedereröffnete Tobe-Raum waren einige der Themen, die den Alltag der 55 Kinder der SFO im vergangenen Jahr prägten.