Deutsche Minderheit

Frauenbund freut sich über Guthaben und will Heizkosten davon bezahlen

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Bei der Generalversammlung 2025 im Saal des Mariaheims, den der Frauenbund regelmäßig für Veranstaltungen nutzt

Der Frauenbund Sonderburg hat auf seiner Generalversammlung Bilanz gezogen. Die zehn Anwesenden diskutierten auch eine Satzungsänderung.

Der Frauenbund Sonderburg hat aktuell 26 Mitglieder, und rund ein Drittel kam am Sonnabend zur Generalversammlung in den Saal des Mariaheims. Offene Nachmittage und Abende mit Vorträgen, Adventsfeier, Ausflüge, Klöben-Essen und Fastnacht-Feier – die insgesamt 15 Veranstaltungen des Frauenbunds waren „zufriedenstellend besucht“, so die Vorsitzende Renate Weber-Ehlers. „Aber der Vorstand macht sich Gedanken, ob und wie man mehr Mitglieder zur Teilnahme bewegen kann.“

Frauenbund geht auf Facebook neue Wege

Seit Februar 2025 hat der Frauenbund Sonderburg ein aktives Facebook-Profil, über das das Programm und Infos über den Verein einzusehen sind. Ein Versuch, den Verein präsenter zu machen, unterstrich die Vorsitzende.

Das Stuhlturnen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendverband für Nordschleswig sei 2024 „ohne gültigen Grund eingestellt worden“, sagt die Vorsitzende.

Guthaben aus der Vergangenheit aufgetaucht

Renate Weber-Ehlers ist die Vorsitzende des Frauenbunds Sonderburg.

Eine finanziell positive Entwicklung gab es 2024: Mithilfe des ehemaligen Revisors der Stiftung Mariaheim, Henning Friedrichsen, entdeckte man ein altes Guthaben des Frauenbundes Sonderburg bei der Stiftung von rund 57.000 Kronen, das in die Jahresabrechnung 2024 zurückgeführt werden konnte. Von diesem Geld will der Frauenbund in den kommenden Jahren die jährlichen Heizkosten für den Saal bezahlen, die sich 2024 auf rund 4.000 Kronen beliefen.

„Das Guthaben stammt aus einer Zeit, bevor Henning Friedrichsen Revisor war. Er hat sich daran erinnert, und er hat in den alten Akten geforscht und herausgefunden, dass es dieses Guthaben gibt. Das geht aus den Unterlagen der Stiftung hervor. Jetzt haben wir es auf die Jahresabrechnung des Frauenbundes zurückgeführt“, erläutert die Vorsitzende.

Bei den Wahlen standen Vorstandsmitglied Waltraut Thrams und Renate Weber-Ehlers zur Wahl. Beide nahmen eine Wiederwahl für die kommenden drei Jahre an. Ein seit 2023 vakanter Vorstandsposten konnte auch diesmal nicht besetzt werden.

Waltraut Thrams (r.) und Bodil Sylvest Jensen trugen die Kuchen und Torten für die Kaffeetafel auf.

Beim Punkt Satzungsänderungen verabschiedeten die Mitglieder nach längerer Diskussion über die passende Frist fürs Einreichen von Änderungsvorschlägen, dass Vorschläge bis spätestens 1. März eingereicht sein müssen. Festgelegt hat der Verein in dem Zusammenhang auch, dass die Generalversammlung stets im April oder Mai stattfindet.

Die nächsten Treffen des Frauenbunds im Mariaheim sind am 28. April und am 12. Mai je ab 18 Uhr; am Montag, 26. Mai, findet der Saisonabschluss ab 14.30 Uhr statt.


Frauenbund Sonderburg

In Sonderburg gibt es den Frauenbund Sonderburg. Er ist einer der ältesten Vereine der Stadt und wurde am 4. Dezember 1868 gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg trat eine Pause ein. Am 5. Januar 1923 wurde der Verein neu gegründet.

Der Frauenbund ist Träger des Mariaheims. Das Mariaheim ist eine Stiftung mit 14 Wohnungen (betreutes Wohnen) für alleinstehende Rentnerinnen und Rentner.

Der Frauenbund war bis Ende 2023 dem Sozialdienst Nordschleswig angeschlossen.

Die Mitglieder treffen sich zu gemeinsamen Veranstaltungen im Mariaheim, etwa zu Nähnachmittagen, Kaffeetafeln, Lottospiel, Modenschauen und Vorträgen.

Thorbjørn von Alm Philippsen (am Tischende) leitete die Versammlung.