Geschichte

Flensburg: Letzte Zuflucht der Nazis

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Hans Christian Davidsen
Der Vortragende auf der Neujahrstagung der Deutschen Minderheit in Sankelmark, Schleswig-Holstein

Viele Nazi-Größen flohen am Ende des Zweiten Weltkriegs vor den vorrückenden alliierten Armeen in den Norden nach Flensburg. Hans Christian Davidsen hat über diese Wochen ein Buch geschrieben und hält am 3. April einen Vortrag im Archäologischen Museum in Hadersleben.

Der Journalist und Autor Hans Chr. Davidsen aus Flensburg (Flensborg) besucht am Donnerstag, 3. April, das Archäologische Museum in Hadersleben, Dalgade 7, wo er seinen Vortrag über „Die letzte Zuflucht der Nazis“ wiederholen wird. Der Name des Vortrages ist auch der Titel eines Buches, das der Vortragende über die letzten drei Wochen der Regierung Dönitz südlich der Grenze geschrieben hat.

Hans Chr. Davidsen zufolge wissen nur wenige Menschen, dass Flensburg die letzte Hauptstadt Nazideutschlands war, nachdem Berlin von der Roten Armee umzingelt wurde. Der Vortrag handelt von den 2.000 bis 3.000 hochrangigen Nazis, denen es gelang, sich in der Stadt zu verstecken und neue Identitäten anzunehmen.

Flucht über die Rattenlinie Nord

Zu denen, die im Frühjahr 1945 entlang der sogenannten „Rattenlinie Nord“ in die Stadt reisten, gehörten der SS-Kommandeur Heinrich Himmler, der Auschwitz-Kommandant Rudolph Höß und Goebbels’ Propagandastimme Lord Haw-Haw. Die letzten Zuckungen des Nazi-Regimes führten zu mehreren dramatischen Ereignissen in und um Flensburg.

Der Eintritt beträgt 50 Kronen, Mitglieder des Haderslev Arkiv- og Museumsforenings haben freien Eintritt. Anmeldung unter hamfpost@gmail.com oder Telefonnummer 23969153.