Deutsch-Dänisch

Feuer und Flamme: 8. Klasse bringt 1864 auf die Bühne

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16 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse wirkten an der Inszenierung in der DSH mit.

Die 8. Klasse der Deutschen Schule Hadersleben hat sich in den vergangenen Wochen auf eine besondere Geschichtsreise begeben. Unter der Leitung von Schulleiterin und Geschichtslehrerin Heike Henn-Winkels hat sie ein Theaterstück erarbeitet, das die Ereignisse rund um den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 beleuchtet. Die Idee dazu entstand im Geschichtsunterricht – und stieß sofort auf Begeisterung.

„Als ich den Vorschlag machte, ein Theaterstück aus der Geschichte zu machen, waren die Schüler sofort Feuer und Flamme“, erinnert sich Heike Henn-Winkels. Sie ist Schulleiterin der Deutschen Schule Hadersleben (DSH) und unterrichtet in der 8. Klasse Geschichte.

Am Donnerstagabend zeigten die Schülerinnen und Schüler, was sie aus der Geschichte gelernt haben.

Eine Reise durch die Grenzlandgeschichte

Heike Henn-Winkels ist Schulleiterin und Geschichtslehrerin. Sie hatte die Idee, aus einem Kapitel Grenzlandgeschichte ein Theaterstück zu machen.

Es blieb nicht bei der Theateraufführung in der DSH: Die Jugendlichen waren vor allem in den vergangenen beiden Wochen tief in die Geschichte des Grenzlandes eingetaucht. Sie studierten Quellen, schrieben eigene Texte und arbeiteten an den Dialogen.

„Natürlich habe ich ein wenig geholfen, um die Sprache der damaligen Zeit anzupassen“, verrät die Schulleiterin.

Bismarck, König und Kaiser auf der Bühne

Die Kulissen hatte die 8. Klasse selbst gestaltet. Auch blieb es – ungeachtet der Thematik – eine „unblutige“ Vorstellung.

Das Theaterstück gliedert sich in mehrere Szenen: Es beginnt mit einem Erzähler, der die politische Lage schildert, gefolgt von Begegnungen bei König Christian IX. von Dänemark sowie bei Otto von Bismarck und König Wilhelm I.

Eine Pause diente dem Umbau für die Szene auf dem Schlachtfeld, die jedoch bewusst ohne blutige Darstellungen auskam, wie die Geschichtslehrerin betonte. Stattdessen arbeitete die Klasse mit Kulissen, Musik und Kanonendonner aus dem „Off“.

Das Finale zeigte zwei Schwestern, deren Familien der Krieg getrennt hatte – eine eigene Interpretation der Auswirkungen des Konflikts auf Nordschleswig.

Für die Inszenierung überließen die Geschichtslehrerin und ihre Klasse nichts dem Zufall: Kostüme hatte Heike Henn-Winkels unter anderem aus dem Fundus der Deutschen Nachschule Tingleff ausgeliehen.

In der Pause gab es Kaffee, Kuchen und Getränke für die Gäste, die beherzt zugriffen.

Die Requisiten wie die berühmte Windmühle von Düppel (Dybbøl) hat die Klasse selbst gestaltet.

„Es hat wahnsinnig Spaß gemacht“, freut sich Heike Henn-Winkels. „Das ist das Wichtigste.“