Wirtschaft

EU genehmigt DSVs Kauf des deutschen Transportunternehmens Schenker

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Der DSV-Hauptsitz in Hedehusene bei Kopenhagen

Der neue Konzern wird das weltweit größte Transportunternehmen. Es fehlt jedoch noch eine letzte Genehmigung.

1976 gründeten neun Fuhrunternehmer De Sammensluttede Vogmænd (DSV); demnächst wird das Unternehmen vermutlich der weltweit größte Logistikkonzern.

Die EU-Kommission hat nämlich den Aufkauf der DB-Tochter Schenker genehmigt. Damit hat DSV 35 der 36 notwendigen Genehmigungen für den milliardenschweren Aufkauf erhalten. Das schreibt „Finans“. Es fehlt lediglich die Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörde.

Im September 2024 teilte DSV mit, dass es Schenker für 107 Milliarden Kronen kaufen wollte. Die Deutsche Bahn hatte das Tochterunternehmen im Dezember 2023 zum Verkauf angeboten. Daraufhin meldeten sich mehrere Firmen als mögliche Käuferinnen.

Mærsk war auch im Rennen

Im Mai 2024 waren noch vier Interessenten übrig; unter ihnen war neben DSV auch Mærsk. Der dänische Reedereikonzern entschied sich jedoch im darauffolgenden Sommer dagegen, ein Gebot abzugeben. Im Endspurt waren nur noch DSV und der Kapitalfonds CVC übrig.

Ende August empfahl die Gewerkschaft Verdi, die DB solle sich für CVC entscheiden. Sie befürchtete bei einer Übernahme durch DSV eine hohe Anzahl von Entlassungen. Im Kaufabkommen ist DSV eine Reihe von „sozialen Verpflichtungen“ gegenüber den Mitarbeitenden eingegangen. Diese gelten für zwei Jahre.

Der Kauf ist der mit Abstand größte, den DSV jemals getätigt hat. Das gemeinsame Unternehmen wird einen Umsatz von 300 Milliarden Kronen haben. Laut dem Rechenschaftsbericht erwartet das dänische Logistikunternehmen, dass der Kauf im zweiten Viertel dieses Jahres durchgeführt werden kann.