Deutsche Minderheit

Eine soziale Oma auf Achse: Inken Knutzen wird 70 Jahre alt

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Inken Knutzen ist an der Westküste in Tondern aufgewachsen und lebt seit 2011 in Rinkenis.

Am 9. April kann Inken Knutzen auf 70 Jahre Leben zurückblicken. Zum Geburtstagsinterview haben wir die Vorsitzende des Sozialdiensts Fördekreis in ihrem Zuhause in Rinkenis besucht.

Die Wochen vor dem 70. Geburtstag sind voller Termine, hauptsächlich Enkel-Sitting in Flensburg (Flensborg) und Sonderburg (Sønderborg). „Ich muss gut planen, damit ich alles unterkriege, ich bin gefragt“, sagt Inken Knutzen und lacht. Am 9. April feiert die aktive Oma ihren runden Geburtstag.

Ihre zwei Töchter Steffi und Claudia haben zusammen drei Mädchen – hinzu kommen drei Bonus-Enkelkinder, und für alle ist Oma Inken eine wichtige Bezugsperson. Sie springt ein, wenn Betreuung notwendig ist. „Die Zeit mit den Enkelkindern genieße ich sehr, und das füllt in meinem Leben sehr viel“, sagt Inken Knutzen.

Seit 2022 ist sie im Ruhestand, zuletzt arbeitete die pädagogische Assistentin im Deutschen Kindergarten Sonderburg an der Arnkilgade.

Geboren ist Inken Knutzen 1955 in Tondern als Kind von „Opa und Oma Halle“, Marie und Niels Hansen, die später als Hausmeisterpaar die deutsche Sporthalle in Tingleff (Tinglev) betrieben.

Inken Knutzen lebt in einem ruhigen Haus am Rinkeniser Nederbyvej.

Inken Knutzen besuchte die Ludwig-Andresen-Schule und die Deutsche Nachschule Tingleff (Tinglev) und zog nach dem Schulabschluss nach Flensburg.

Mit 59 Ausbildung zur pädagogischen Assistentin

Inken Knutzen bei ihrer Einschulung an der Ludwig-Andresen-Schule und rechts mit ihren drei Geschwistern. Inken ist das Kind oben in der Mitte.

In Flensburg lernte sie ihren damaligen Mann Heinz Knutzen kennen. 1985 übernahm das Ehepaar den Hausmeisterposten an der Förde-Schule – und Inken Knutzen kehrte mit ihrer Familie nach Nordschleswig zurück.

1989 zog die Familie nach Hockerup (Hokkerup). Inken Knutzen arbeitete zunächst bei Sandella in Tingleff, später als Vikarin im Deutschen Kindergarten Ringreiterweg in Sonderburg und schließlich ab 2013 im deutschen Kindergarten an der Arnkilgade. Mit 59 Jahren ließ sie sich zur pädagogischen Assistentin ausbilden. Im Januar 2022 ging sie in den Ruhestand.

Engagiert beim Sozialdienst und der Fahrradfähre

Inken Knutzen ist ein Familienmensch: eine Wand im Wohnzimmer ist voller Fotos von Kindern und Enkelkindern.

Eigentlich wünsche ich mir einfach nur, dass alles so bleibt, wie es ist.

Inken Knutzen

Umgehend engagierte sie sich beim Verein der Fahrradfähre, wo sie seitdem als freiwillige Mitarbeiterin an Bord geht. Seit 1991 sitzt Inken Knutzen im Vorstand des Sozialdienstes Fördekreis, seit 2001 ist sie Vorsitzende.

„Diese Arbeit macht mir noch mehr Spaß, seitdem ich in Rente bin. Man hat Zeit dafür, und das ist herrlich.“

Bis zum Corona-Lockdown spielte sie in der Laienschauspielgruppe Fördekreis mit – „ich hatte immer die komischen Rollen“, sagt sie lachend. Immer montags geht sie mit einer Gruppe ab Gravenstein (Gråsten) walken. „Ich bin in der Gemütlich-Gruppe, mit Kaffee, Kuchen und manchmal Schnaps.“ Man merkt es Inken Knutzen an: Sie lacht gerne und genießt ein aktives Leben.

Ihren Geburtstag feiert sie im Freundes- und Familienkreis mit einem Brunch. Was wünscht sie sich für das neue Lebensjahr? „Eigentlich wünsche ich mir einfach nur, dass alles so bleibt, wie es ist.“

Inken Knutzen ist seit 24 Jahren Vorsitzende des Sozialdienstes Fördekreis.