Deutsche Minderheit

Ehemalige Leiterinnen: Ein Blick zurück und nach vorn

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Die sieben ehemaligen Leiterinnen von deutschen Kindergärten in der Region haben sich zum Austausch getroffen und zuvor den Deutschen Kindergarten Gravenstein besucht.

Beim jährlichen Treffen der ehemaligen Leiterinnen der deutschen Kindergärten in der Sonderburger Kommune stand diesmal der Besuch des neuen Kindergartens Gravenstein im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen waren beeindruckt von den modernen Räumen und der besonderen Akustik.

Seit über zehn Jahren gibt es in Nordschleswig ein jährliches Treffen der ehemaligen Leiterinnen und Leiter der deutschen Kindergärten. Monika Brodersen, ehemalige Leiterin in Broacker (Broager) erklärt: „Die Initiative dazu entstand aus dem Wunsch, den Kontakt untereinander zu pflegen und gemeinsam Erinnerungen auszutauschen.“

Je zwei Mitglieder der Gruppe organisieren das Treffen und bestimmen den Ort und das Programm. Ein festes Thema ist dabei nicht nötig – im Vordergrund stehen das Wiedersehen, der Austausch über alte Zeiten und die Neugier auf aktuelle Entwicklungen im Kindergartenwesen.

Besuch im Kindergarten Gravenstein: Eindrücke und Erlebnisse

Das jüngste Treffen führte die Gruppe in den deutschen Kindergarten Gravenstein. Dort wurden die acht Teilnehmerinnen von Marco Seefeldt, dem Gesamtleiter der Deutschen Kindergärten Sonderburg, empfangen und durch die Einrichtung geführt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen von den baulichen und konzeptionellen Veränderungen, die seit ihrer aktiven Zeit stattgefunden haben.

Ein markantes Detail: Der neue Kindergarten befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Hörklinik. „Das Gebäude wurde mit besonderem Augenmerk auf Akustik und Schalldämpfung gestaltet – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu unseren früheren Einrichtungen“, stellt Monika Brodersen fest. „Auch die Ausstattung für die Kleinsten hat sich weiterentwickelt: Moderne Wickelbereiche mit höhenverstellbaren Tischen, griffbereiten Handschuhen und Feuchttüchern erinnern fast an Krankenhausstandards. Ein Komfort, den es früher nicht gab.“

Ein Blick auf den neuen Spielplatz neben dem Kindergartengebäude

Die großzügigen und hellen Räume sowie die enge Nachbarschaft zur Förde-Schule, die einen unkomplizierten Übergang für die Kinder vom Kindergarten in die Schule ermöglicht, wurden von den ehemaligen Leiterinnen als besonders gelungen empfunden.

Die ehemaligen Leiterinnen waren sich einig: „Der Besuch im Kindergarten Gravenstein hat ihnen eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sich die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für Kinder und Mitarbeitende in den vergangenen Jahren verbessert haben“, sagt Monika Brodersen.