Finanzen

Ecco schließt Flensburger Filiale – Stadt verliert Attraktivität

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Am Donnerstagvormittag räumten die Ecco-Mitarbeitenden die letzten Waren aus der Filiale.

Die Schuhmarke Ecco schließt ihre Filiale in der Flensburger Fußgängerzone. Durch den Rückzug großer Kaufhäuser in der Stadt bleiben auch dänische Kundinnen und Kunden zunehmend aus.

Die nordschleswigsche Schuhmarke Ecco, die aus Bredebro stammt, hat ihre Filiale in der Flensburger Fußgängerzone endgültig geschlossen. Grund sei die nachlassende Attraktivität der Innenstadt, erklärt Filialleiterin Grethe Louise Röhr gegenüber Flensborg Avis.

„Es gibt nicht mehr genug Kundinnen und Kunden für ein Ecco-Geschäft in Flensburg“, so Röhr. Der Wegfall großer Kaufhäuser wie Karstadt habe die Zahl der Besuchenden spürbar sinken lassen – auch die der dänischen Käuferinnen und Käufer. Zudem dominiere zunehmend eine „Schnäppchen-Mentalität“, bei der vor allem niedrige Preise zählen.

Bereits am Donnerstag wurden die letzten Waren verpackt. Wer weiterhin in Norddeutschland bei Ecco einkaufen möchte, muss nun zum Outlet in Neumünster oder nach Hamburg fahren. In Dänemark gibt es weiterhin mehr als zehn Filialen.