Deutsche Minderheit

Deutsche Schule Lunden behandelt Feuchtigkeit unter dem Dach

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Anfang des Jahres hat sich die Vereinigung „Kindercampus Lunden“ aufgelöst, die Deutsche Schule Lunden und der Deutsche Kindergarten Lunden sind nun organisatorisch voneinander getrennt.

Unter dem Dach der Deutschen Schule in Lunden sammelt sich immer wieder Feuchtigkeit. Jetzt ist die Ursache gefunden und die Institution hat einen Plan.

29 Kinder hat die Deutsche Schule Lunden aktuell, und auf der Generalversammlung des Schulvorstands blickte die Einrichtung auf das vergangene Jahr zurück.

Ein Jahr mit gebäudetechnischen Herausforderungen, wie Schulleiterin Marion Petersen berichtete. „Zu bestimmten Witterungsverhältnissen begann es, nach muffigem Keller zu riechen“, beschrieb Petersen das Problem am Montagabend.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) fand die Schule die Ursache des Problems in der Zwischendecke: Beim Umbau vom Flachdach zum Satteldach war ein alter Lüftungsschacht geschlossen worden, was bei bestimmten Wetterlagen Kondensat und somit Feuchtigkeit in der Zwischendecke verursacht.

Das Urteil der Bauexperten: Die Situation muss behoben werden, es liegt aber keine gesundheitliche Gefährdung vor. „Es ist immer noch verantwortlich zu unterrichten“, unterstrich Marion Petersen. Luftmessungen hatten gezeigt, dass in ihrem alten Büro die Belastung des Innenklimas durch den Dachschaden am höchsten, eine Nutzung aller Räume aber ungefährlich ist.

Wir sind dabei, die Situation zu analysieren.

Uwe Jessen

Ein Bauexperte beaufsichtigt im Auftrag des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und des DSSV die Umbaumaßnahmen.

Sanierungskosten sind noch nicht bekannt

Wie groß der Schaden und vor allem wie hoch die Reparatur sein wird, kann der BDN aktuell noch nicht sagen. „Wir haben noch kein konkretes Angebot eingeholt und sind dabei, die Situation zu analysieren“, sagt der Geschäftsführer des BDN, Uwe Jessen. Die Sanierung werde laufend von Raum zu Raum vorgenommen. Zu den Kosten kann der BDN noch nichts sagen.

Auch die Elektrik der Schule benötigte eine Überholung und musste erneuert werden. Um Kosten zu sparen, halfen die zwei Hausmeister – beides ausgebildete Elektriker – vom Deutschen Gymnasium für Nordschleswig und dem Sozialdienst Nordschleswig dem lokalen Elektriker. „Damit die Elektrik wieder funktioniert und den gesetzlichen Regeln gerecht wird“, sagt Bernd Søndergaard, Leiter der Finanzen beim BDN.

Ansonsten erlebte die Schule ein Jahr voller Aktivitäten. Sportveranstaltungen und Feiern, ein grünes Profil mit eigenem Gewächshaus und Grillhütte, mit vielen Singstunden und Ausflügen.

Der neue und alte Vorschulstand (v. l.): Katrin Weigend, Nina Christina Wittmann, Jan Georg Hoff, Kaya von Düren, Marion Petersen, Julika H. Clausen und Heidi Susanne Fraefel.

Auch in diesem Jahr wird sich die Schule wieder um die grüne Flagge bewerben, die seit 2024 auf dem Gelände weht.

Bei den Vorstandswahlen wünschte Kaya von Düren keine Wiederwahl. Die 15 stimmberechtigten Elternteile wählten Katrin Weigend in den Vorstand. Jan Georg Hoff wurde als Suppleant des Vorstands wiedergewählt.

Schulleiterin Marion Petersen ließ auf der Generalversammlung das vergangene Schuljahr Revue passieren.
15 stimmberechtigte Eltern sowie Angestellte der Schule nahmen an der Sitzung teil.