Grenzüberschreitendes

Dänisches Design kehrt heim: Dansani kauft „KA Interiør“

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Carsten Friis, Konzernchef und deutscher Honorarkonsul (Mitte), hat einen Branchenkollegen übernommen. Hier ist er am Rande des nordschleswigschen Wirtschaftsgipfels vom „UdviklingsRåd Sønderjylland“ (URS) im Gespräch unter anderem mit Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) zu sehen.

„Dansani Group“ aus Hadersleben hat ihr Portfolio erweitert: Nach sieben Jahren unter deutscher Führung ist „KA Interiør“, ein führender Hersteller maßgefertigter Schränke und Schiebetüren, wieder in dänischer Hand. „Dansanis“ Konzernchef Carsten Friis sieht in der Übernahme großes Potenzial: „Es hat einfach alles gepasst.“

„KA Interiør“ ist seit Januar erneut in dänischem Besitz. Der Konzern „Dansani Group“ mit Sitz in Hadersleben hat die Firma übernommen. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren unter der deutschen „Vivonio Furniture Group“ ist der Möbelhersteller aus Grindsted somit ein Teil der „Dansani“-Familie.

Ein guter Plan

„Ich kenne die Firma, die Kundschaft, die Lieferantenunternehmen, Mitarbeiter – und wir haben denselben Wertekompass“, sagt Konzernchef Carsten Friis. Aus seiner Sicht sei die Übernahme somit eine vielversprechende Entscheidung.

Optimistisch blickt auch das jüngste Mitglied der Unternehmensfamilie laut „KA Interiør“-Geschäftsführer Kristian Bonde in die Zukunft: Man wolle sich auf die Kernmärkte in Nordeuropa konzentrieren. Und: Die Arbeitsplätze in Grindsted bleiben erhalten.

Herausforderungen und Zukunftschancen

Die vergangenen Jahre waren für die Grindsteder geprägt von schwierigen Marktbedingungen in Deutschland, die zu finanziellen Problemen innerhalb der Muttergesellschaft geführt haben: „KA Interiør“ musste im Vorjahr ein Defizit hinnehmen, verursacht durch Kosten für Restrukturierungen und Investitionen in Märkte außerhalb Skandinaviens.

Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus

„Unsere Zukunft gehört Investitionen in nachhaltige Produktion und Produktentwicklung“, kündigt Bonde an. „Die neue Eigentümerstruktur bedeutet für uns zum einen finanzielle Sicherheit und eine klare Strategie und zum anderen eine starke Zusammenarbeit zweier Unternehmen, die sich mit dem Einrichtungssegment auskennen.“

Partnerschaft mit Potenzial

„KA Interiør“ wurde 1991 in Grindsted als Handwerksbetrieb für die Produktion von Schiebetürenschränken gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen etwa 100 Mitarbeitende und ist einer der führenden Hersteller maßgefertigter Schränke und Schiebetüren in Nordeuropa. „KA Interiør“ war seit Juni 2018 in deutscher Hand. „Dansani“ wurde 1983 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hadersleben. Das Unternehmen ist auf Badezimmermöbel spezialisiert. Mit über 120 Mitarbeitenden exportiert Dansani heute in mehr als 20 Länder weltweit. Konzernchef ist Carsten Friis, der zugleich deutscher Honorarkonsul ist.