Vernissage

Ausstellung: Deshalb müssen alle ihren roten Faden finden

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Kate Skjerning, Anka Landtau, Hanne Ida Helstrup, Heike Jacobsen, Ute Wöllmann und Margit Buß

Im Multikulturhaus hat die grenzüberschreitende neue Ausstellung „Den røde tråd – Der rote Faden“ eröffnet. Was die Initiatorinnen Heike Jacobsen und Hanne Ida Helstrup damit bewirken wollen, das erklären sie im Interview.

Wie finden und definieren sechs Künstlerinnen aus Deutschland und Dänemark bei ihren künstlerischen Arbeiten ihren ganz persönlichen roten Faden? Dieser Herausforderung haben sich Margit Buß, Eckernförde (Egernførde), Heike Jacobsen, Tingleff (Tinglev), Hanne Ida Helstrup (Sonderburg), Anka Landtau (Struxdorf), Kate Skjerning, Diernis (Djernis), und Ute Wöllmann aus Berlin gestellt.

Im Multikulturhaus sind im Ausstellungsraum Radar von Freitag, 21. Februar, bis 29. März die Ergebnisse ihrer roten Fäden zu sehen. Ob Gemälde, Textilien und Skulpturen – jede hat auf ihre ganz eigene Art unike Werke geschaffen. Die Kombination der Kunst verwandelt den Eckraum der Sonderburger Stadtbibliothek zu einem spannenden Kunsterlebnis, wo alle zum Nachdenken angeregt werden.

Ihre eigenen roten Fäden

„Hanne Ida und ich wollten etwas zusammen machen. Sie wünschte sich Kontakte zu Deutschland, und so kamen wir auf die Kombination deutsch und dänisch. Wir sind alle über 50 Jahre alt, und diese Ausstellung ist der rote Faden durch unser Leben und unser künstlerisches Dasein“, sagt Heike Jacobsen aus Tingleff (Tinglev).

Bei dem Thema sollen nicht nur die Betrachtenden herausfinden, was sie in den einzelnen Werken sehen. Auch die Künstlerinnen mussten nach innen blicken. Heike Jacobsen experimentiert mit strammen geometrischen Formen und Mustern. Für sie ist die Natur Vielfalt. Sie verwandelt weiße oder farbige Fäden aus Porzellan in Kunst. Weil es in der Ausstellung um den roten Faden geht, liegt diesmal auch passenderweise ein dicker roter Faden in einem ihrer neuesten Arbeiten.

Hanne Ida Helstrup ist eine Grafikerin „mit großem G“. Sie wurde bekannt durch ihre dekorativen Ätzarbeiten mit Stoppelfeldern. Jetzt hat sie einen neuen Weg eingeschlagen. „Ich habe diesen Wald geschaffen, der eine Reflexion ist und mich umarmt. Ich habe wieder Kontakt zu mir selbst bekommen“, meint sie lächelnd.

Margit Buß, Heike Jacobsen und Anka Landtau in der Radar-Ausstellung

Mit Kunst Geschichten erzählen

Die Künstlerinnen wollen den Betrachtenden eine Geschichte erzählen. „Mein roter Faden ist grün“, sagt Margit Buß aus Eckernförde (Egernførde). Sie schichtet bis zu 20 Lagen Farben auf ihren großen und kleineren Acryllack-Arbeiten.

„Mein Atelier liegt in der Natur und ich bin ganz viel draußen“, so Anka Landtau, die unter anderem mit außergewöhnlichen Effekten in der Ausstellung auffällt.

Für die Berlinerin Ute Wöllmann ist die Vegetation ein malerischer, poetischer Gobelin. „Lyrik und Poesie sind bei meinen Landschaftsgemälden meine Allzeit-Favoriten“, meint sie.

Kate Skjerning aus Oksbøl in Mitteljütland nennt ihre bunten Lampenschirm-Kreationen „Breaking Through“. Sie liebt spezielle Themen, die sie anschließend künstlerisch umsetzt.

Hanne Ida Helstrup vor ihrem Wald

Kunsthistorikerin hält Ansprache

„Den røde tråd – Der rote Faden“ kann in der Öffnungszeit der Bücherei – werktags von 10 bis 17 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr – besichtigt werden.

Die Vernissage der Ausstellung beginnt am Freitag, 21. Februar, um 16.30 Uhr. Die Kunsthistorikerin Elisabeth Hertzum hält die Eröffnungsansprache.

Bei einer Ausstellung gibt es neue Kontakte. Die Künstlerinnen aus Deutschland und Dänemark tauschen sich untereinander aus.