Schleswig-Holstein

Das sind die neuen Minister in Daniel Günthers Regierung

Das sind die neuen Minister in Daniel Günthers Regierung

Das sind die neuen Minister in Daniel Günthers Regierung

Kay Müller/shz.de
Kiel
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Sie tragen für die CDU Verantwortung in der neuen Regierung: Claus Ruhe Madsen, Kerstin von der Decken, Daniel Günther, Karin Prien, Werner Schwarz, Sabine Süttelin-Waack und Dirk Schrödter (v. l.). Foto: Marcus Dewanger/shz.de

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Drei Quereinsteiger gibt es im neuen Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther. shz.de stellt sie vor.

Justiz und Gesundheit: Kerstin von der Decken

Das Strahlen will gar nicht mehr weichen aus dem Gesicht von Kerstin von der Decken. Gerade hat Ministerpräsident Daniel Günther sie als neue Justiz- und Gesundheitsministerin des Landes auf dem CDU-Parteitag in Neumünster präsentiert. Und voller Überzeugung sagt die 53-Jährige: „Ich freue mich darauf, dem Land zu diesen.“

Den meisten Schleswig-Holsteinern dürfte die Volljuristin allenfalls ein Begriff sein, weil sie in den vergangenen fast zwei Jahren Mitglied des Expertenrates der Landesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie war. „Natürlich bin keine Medizinerin“, sagt die Frau, die seit 2011 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völkerrecht, Europarecht und Allgemeine Staatslehre an der Universität Kiel inne hat.

Zuvor hatte die Wissenschaftlerin verschiedene Professuren an Universitäten im In- und Ausland. Seit kurzem ist sie CDU-Mitglied.

Sie gibt offen zu, dass sie im Expertenrat „Blut geleckt hat“ und sie sich deswegen auch ein Engagement in der Politik vorstellen konnte. Denn sie habe Spaß am Gestalten. Das wird die jetzt zeigen müssen, denn von der Decken besetzt ein ungewöhnlich zugeschnittenes Ressort. „Die Grünen wollten, dass wir künftig Gesundheit machen“, hat Daniel Günther gerade dem Parteitag mitgeteilt. „Das werde ich auch tun“, sagt von der Decken, die sich jetzt schnell in die Themen einarbeiten will. „Als Volljuristin kann man sich ja in vieles schnell einarbeiten.“

Landwirtschaft: Werner Schwarz

Schnell einarbeiten will sich auch Werner Schwarz. Der 62-Jährige blickt auf eine lange Arbeit im Bauernverband zurück, den er zuletzt Schwarz zehn Jahre als Präsident geführt hat. Für ihn gehe es darum, „kluge Schnittstellen“ zum Umweltresort zu schaffen, sagt Ministerpräsident Daniel Günther, der die Trennung der beiden Abteilungen verteidigt. „Ich werde als erstes den Kontakt zum designierten Umweltminister Tobias Goldschmidt suchen“, sagt Schwarz, der vielen als Vermittler zwischen Naturschützern und Landwirten gilt.

Es gehe jetzt darum, das neue Ministerium aufzubauen. Schwarz bringe nicht nur den erforderlichen Sachverstand mit, sondern habe durch seine Arbeit in der Zukunftskommission Landwirtschaft bewiesen, „dass er die Fähigkeit hat, auf Kritiker zuzugehen und Konsense zu erreichen“, sagt sein bisheriger Vize-Präsident Klaus-Peter Lucht, der jetzt kommissarisch die Amtsgeschäfte im Bauernverband übernehmen wird.

Wirtschaft: Claus Ruhe Madsen

Der dritte neue Minister im Kabinett Günther will noch gar nicht viel sagen. „Ich muss mich erst den Bürgern von Rostock erklären“, sagt der 49-Jährige, der in der Hansestadt Oberbürgermeister ist. Lange war über die Personalie des Wirtschaftsministers spekuliert worden, jetzt soll Madsen das Land voranbringen, wie Daniel Günther sagt: „Wir haben ein ähnliches Politikverständnis.“

Madsen ist Unternehmern, war jahrelang Präsident der Industrie- und Handelskammer Rostock. Er gilt als kreativer Kopf, der viele Ideen produziert. Allerdings habe er zu wenig Erfahrung in der Umsetzung mit der Verwaltung.

Madsen ist parteilos und der erste dänische Minister in einer deutschen Landesregierung. In den nächsten Wochen will er zumindest eine Arbeitswohnung in Schleswig-Holstein beziehen. „Ich kann ja schlecht in einem Camper wohnen“, sagt der sichtlich gut gelaunte Madsen.

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