Fussball

Pierre-Emile Højbjerg sieht sich als reifer und erwachsen

Ritzau/svs
Herning
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Pierre-Emile Højbjerg freut sich wieder Teil des Teams zu sein. Foto: Bo Amstrup/Scanpix

Nach zweijähriger Abstinenz hat der dänische Nationaltrainer Aage Hareide entschieden, dass Højbjerg (FC Southampton) wieder ein Teil der Nationalmannschaft sein soll.

Nach den verlorenen WM-Qualifikation-Spielen 2016 gegen Montenegro und Polen wurde er als eine Art Sündenbock abgestempelt und nicht mehr nominiert.
Erst ein und halb Jahre danach stellte der Nationaltrainer fest, dass er nicht zufrieden war, dass Højbjerg mehr seinen eigenen Weg ging statt den des Teams. Doch nun gibt er ihm eine zweite Chance. Auch weil Pierre-Emile eine Art Reifeprozess durchlaufen hat.

Der 23-Jährige stellt fest, dass er sich reifer findet – auch wenn dies für ihn eine Floskel ist.
„Sagt man nicht immer, dass man erwachsener geworden ist? Das werden wir wohl alle? Simon Kjær ist ja reifer als Anführer geworden, als er es bei seinem ersten Länderspiel war. Es kennzeichnet ambitiöse Menschen, dass sie wissen, wie sie an sich selbst arbeiten müssen, um als Mensch zu wachsen", so Pierre-Emilie Højbjerg.

Das sieht der Nationaltrainer ähnlich.
„Pierre-Emile musste ernst lernen für die Mannschaft zu agieren – und nicht für sich selbst. Es können immer Kontroversen zwischen Trainer und Spieler entstehen. Aber wenn man es schafft sich einzurichten und sich zu ändern, dann lösen sich die Dinge von selbst“, so Nationalcoach Aage Hareide.

Er ärgert sich sehr darüber, dass er den Stempel, eines nicht anpassungsfähigen jungen Spielers, bekommen hat. Dieses Harmoniert nicht mit seinem Selbstverständnis. „Es kann sehr gut sein, dass anderes verlautet wurde, aber ich bin nicht so kompliziert als Person. Ich kann mich eigentlich sehr leicht einfügen. Vieles wurde über mich geschrieben und gesagt, aber mein Hauptaugenmerk lag immer darauf, Fußball zu spielen. Ich habe es nicht durch die Medien wieder ins Team zurück, sondern durch das Fußballspielen“, erzählt Højbjerg.

Man merkt ihm beim Training in Herning an, dass er eine gefestigte Persönlichkeit geworden ist. Daran könnte auch der Umzug nach England 2016 Schuld haben. Er ist reifer geworden.

„In der Fußball-Welt hat man es mit vielen Persönlichkeiten zu tun und man muss verstehen, wie man agieren soll und wann. Dies habe ich in England gelernt. Ich möchte sehr gerne für die Nationalmannschaft spielen, aber gerade jetzt stelle ich mich hinten an. Das akzeptiere ich, aber ich bin motivierter denn je, um die rot-weißen Farben zu verteidigen", sagt er.

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