Badminton

Morddrohungen gegen Mathias Boe

Ritzau/jki
Kuala Lumpur
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Foto: Scanpix

Ein provozierender Jubeltanz nach dem Halbfinalsieg gegen ein indonesisches Paar hat bei den Indonesian Open hohe Wellen ausgelöst. Morddrohungen wurden auf den sozialen Medien gegen Mathias Boe ausgesprochen, der anschließend indonische Medienvertreter beschimpfte und eine Pressekonferenz abbrach.

Ein provozierender Jubeltanz nach dem Halbfinalsieg gegen ein indonesisches Paar hat bei den Indonesian Open hohe Wellen ausgelöst. Morddrohungen wurden auf den sozialen Medien gegen Mathias Boe ausgesprochen, der anschließend indonische Medienvertreter beschimpfte und eine Pressekonferenz abbrach.

„Auf meinen Facebook-, Twitter- und Instagram-Profilen habe ich Morddrohungen erhalten“, sagt Mathias Boe, der gemeinsam mit Carsten Mogensen im Halbfinale konsequent ausgepfiffen, ausgebuht und beschimpft worden war und sich nach Spielende zu einem provozierenden Jubeltanz hinreißen ließ: „Es ist menschlich, ein wenig Revanche nehmen zu wollen, wenn mit „Go-Home-Denmark“-Rufen begegnet wird.“

Indonesische Journalisten sollen angeblich gelacht haben, als Boe bei der Pressekonferenz über die Morddrohungen berichtete – dies brachte den Dänen in Rage.

„Ich bin respektlos genannt worden, aber hier haben die Leute mein Land und mich niedergemacht. Damit kann ich leben. Das ist Teil des Geschäfts. Aber Morddrohungen sind nicht lustig, und wenn ihr die lustig findet, dann seid ihr schlecht erzogen. Wenn man in der restlichen Welt eine Morddrohung ausspricht, fliegt man in den Knast. Hier ist es ein Witz. Der Satz „Ich werde dich mit einer Selbstmordbombe in die Luft sprengen“ ist vielleicht ein Witz für euch, aber das ist dort, wo wir her kommen, nicht der Fall“, sagte Mathias Boe und brach die Pressekonferenz ab.

Boe und Mogensen hatten zuvor das Endspiel der Indonesian Open nach drei engen Sätzen gegen die Chinesen Li Junhui und Liu Yuchen verloren und hatten sich dabei auch Unmutsäußerungen des indonesischen Publikums anhören müssen.

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