Handball

SønderjyskE leistet Schützenhilfe für TM Tønder

SønderjyskE leistet Schützenhilfe für TM Tønder

SønderjyskE leistet Schützenhilfe für TM Tønder

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Sonderburg/Sønderborg
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Foto: Karin Riggelsen

 In einer rassigen Partie, in der es für Randers noch darum ging den direkten Abstieg zu verhindern waren die Hausherren beim 30:26-Sieg am Ende einfach das bisschen Besser und leisteten somit Schützenhilfe für die Nachbarn von TM Tønder.

Die Zeichen standen auf Abschied bei den SønderjyskE-Handballern nach dem verpassen der Endrunde und vor der letzten Partie in der heimischen Halle. So wurden vor dem Spiel gegen Randers HH Anders Petersen, Jonas Samuelsson, Jacob Vinholt, Kasper Køser und Gøran Sørheim verabschiedet und auch der Abschied von Trainer Morten Henriksen stand bevor, entsprechend wehmütig mutete die Stimmung in der Halle zu Beginn an, aber das SønderjyskE-Publikum brauchte nicht lange um seine Stimmgewalt vollends zu entfalten. Einen besonderen Motivationsschub bekam Abwehrchef Frederik Børm, der zum SønderjyskE-Spieler des Jahres gewählt wurde.

In einer rassigen Partie, in der es für Randers noch darum ging den direkten Abstieg zu verhindern waren die Hausherren beim 30:26-Sieg am Ende einfach das bisschen Besser und leisteten somit Schützenhilfe für die Nachbarn von TM Tønder.

Der Beginn der Partie war sehr zerfahren merkte man doch den Gästen das wackelige Nervenkostüm an und der Heimmannschaft, dass es eigentlich um nichts mehr ging. Den Gastgebern fehlte in ihrer offensiven Deckung einfach in der Anfangsphase der letzte Wille, um die Lücken zu schließen. Entsprechend fand Randers immer wieder eine Möglichkeit zu treffen und bis zehn Minuten vor der Pause plätscherte das Spiel fast ein wenig dahin, ohne das eine Mannschaft sich absetzen konnte. Dabei musste SønderjyskE neben den langzeitverletzten auch noch auf Simon Kristiansen und Christoffer Fors verzichten, doch insbesondere die Linkshänder-Fraktion um Jonas Samuelsson und Alexander Hansen zeigte sich in Spiellaune und steuerte zum 15:12-Pausenstand satte neun Tore bei.

Die Gastgeber wirkten als wenn sie immer noch einen Gang hochschalten können, ohne davon aber wirklich gebrauch zu machen.

Einen großen Wehrmutstropfen gab es für die Gastgeber noch direkt vor der Pause musste Aaron Mensing doch unter großen Schmerzen vom Feld getragen werden, nachdem er erneut mit seinem ohnehin schon lädierten Fuß umgeknickt war. Damit verkleinerten sich die personellen Möglichkeiten der Hausherren erneut und die Kraftfrage stand wieder im Raum.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war von fehlender Kraft aber noch nichts zu sehen. Die Hausherren kamen giftig in die Defensiv-Zweikämpfe und nahmen den Gästen früh den Schwung. Dazu kam ein gutes und variables Angriffsspiel, dass umsichtig von Gøran Sørheim gesteuert wurde. Man merkte Randers mit fortlaufender Spieldauer den Druck des gewinnen Müssens deutlich an, dazu brachten sich die Gäste durch Undiszipliniertheiten in Unterzahl, die die Hausherren nutzten, um den Abstand konstant zu halten.

Zur Mitte der Halbzeit schlich sich aber der Schlendrian bei SønderjyskE ein und die Gäste kamen bis auf einen Treffer heran. Aber im Gegensatz zu so vielen Partien in der Saison schafften es die Hausherren dank dem eingewechselten Thorsten Fries und dem weiterhin treffsicheren Jonas Samuelsson die knappe Führung bis in die Schlussphase zu behaupten.

Die Gäste schafften es nicht ihre Emotionen im Griff zu haben und schwächten sich durch drei Zeitstrafen innerhalb kürzester Zeit selbst. SønderjyskE spielte die letzten Minuten souverän herunter und durfte sich am Ende vor stehenden Ovationen über den 30:26-Sieg freuen, der Randers zurück in die 1. Division schickt.

SønderjyskE – Randers HH (15:12) 30:26

SønderjyskE: Anders Petersen, Thorsten Fries – Alexander Hansen (7), Jonas Samuelsson (7/4), Mattias Thynell (5), Nikolaj H. Kristensen, Frederik Børm, Kasper Køser, Jacob Lyck (3), Kenneth Bach Hansen, Mikkel Hansen, Adam Nyfjäll (5), Aaron Mensing, Gøran Sørheim (3).

Randers HH: Arnór Freyr Stefansson, Rasmus Bech – Lars Skaarup (5), Nikolaj A. Nielsen (2), Søren Fisker (1), Hans Martin Asmussen (7), Simen Strømberg, Christian Olesen, Rasmus Mølgaard Lilholt (1), Steven Larsson, Kristian Ulriksen (2), Mathias Broløs, Jorn Smits (6), Daniel Lundsteen Minke, Nicolai Schytt Nielsen, Viggó Kristjánsson (2/1).

Zeitstrafen: 2:6. Siebenmeter: 4:1.

Schiedsrichter: Malene Krolykke Lythje/Dennis Engkbølle Stenrand. Zuschauer: 2.143.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“