Deutsch-dänische Grenze

Wildschweinzaun: Zuschlag geht an Firma aus Fredericia

dodo
Apenrade/Aabenraa
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Foto: JEAN CHRISTOPHE VERHAEGEN/Ritzau-Scanpix

30,4 Millionen Kronen plus Zusatzkosten: Für dieses Angebot darf SER Hegn A/S den Wildschweinzaun an der dänisch-deutschen Grenze bauen. Im Januar geht es los.

Die Ausschreibung ist beendet, der Zuschlag ist vergeben: Die Firma SER Hegn A/S aus Fredericia wird den Wildschweinzaun an der dänisch-deutschen Grenze errichten.

„SER Hegn hat das beste Angebot abgegeben. Daher haben wir ihnen die Aufgabe übertragen“, so Förster Bent Rasmussen, der im Namen der Naturbehörde für die Errichtung des Wildschweinzauns verantwortlich ist, in einer Pressemitteilung. „Wir hatten das Projekt in zwei Bereiche aufgeteilt – einen östlichen und einen westlichen. Doch am Ende hat SER Hegn den Zuschlag für beide bekommen.”

Das Angebot der Firma lag bei 30,4 Millionen Kronen. Hinzu kommen noch diverse Zusatzausgaben, „die in Verbindung mit der Aufstellung entstehen werden”, so die Naturbehörde. Mit dem Zaun will Dänemark den Zulauf von Wildschweinen so weit wie möglich unterbinden, um sich vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu schützen.

Fertigstellung im Herbst 2019

Die Behörde geht davon aus, dass der Bau des Zaunes ab Januar 2019 beginnt. Bis zum kommenden Herbst soll er fertiggestellt sein.

Derzeit laufen noch Enteignungsverfahren, um es der Naturbehörde zu ermöglichen, den Zaun auf Privatgrundstücken entlang der Grenze aufzustellen.

Das Bauwerk wird ein 1,5 Meter hoher Maschendrahtzaun sein, der einen halben Meter in den Erdboden hineinreicht, damit sich die Wildschweine nicht darunter hindurchgraben können. Entlang des 70 Kilometer langen Zaunes wird es laut Naturbehörde insgesamt 20 „permanente Öffnungen” an Grenzübergängen sowie an Wasserläufen geben. Weitere Öffnungen werden mit Gattern und Toren versehen. Für kleinere Tierarten werden alle hundert Meter 20 x 20 Zentimeter große Öffnungen im Zaun eingerichtet.

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