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Kein Deutscher Tag im Jubiläumsjahr

Kein Deutscher Tag im Jubiläumsjahr

Kein Deutscher Tag im Jubiläumsjahr

Apenrade/Tingleff
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Normalerweise kommen bis zu 500 Gäste zum Deutschen Tag nach Tingleff/Tinglev. In diesem Jahr wird es anders aussehen. Foto: Karin Riggelsen

Aufgrund der verschärften Corona-Restriktionen wird es in diesem Jahr kein großes Fest geben. Einen Plan B gibt es trotzdem.

Die Entscheidung, ob es am 7. November einen Deutschen Tag geben wird, ist lange hinausgezögert worden. Nun ist es offiziell: „Der Deutsche Tag wird so, wie wir ihn kennen, nicht stattfinden“, gab Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) am Montag bekannt.

Der Deutsche Tag wird so, wie wir ihn kennen, nicht stattfinden.

Uwe Jessen, BDN-Generalsekretär

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und weitere hochkarätige Gäste hatten zugesagt, dabei zu sein, wenn die deutsche Minderheit in Dänemark zum jährlichen Fest nach Tingleff/Tinglev lädt.

Doch durch die verschärften Corona-Maßnahmen, die zurzeit lediglich Versammlungen bis 50 Personen zulassen, hat die deutsche Minderheit sich nun für Plan B entschieden. Dieser sieht vor, dass es eine „Jubiläumsveranstaltung“ zum 75-jährigen Bestehen des Bundes Deutscher Nordschleswiger mit 50 Personen geben wird – „oder wie viele Personen bis dahin erlaubt sind“, fügt Uwe Jessen hinzu.

Plan B einstimmig angenommen

Der Generalsekretär bat die Mitglieder des BDN-Hauptvorstandes bis Sonntagabend Stellung zum neuen Plan zu beziehen. Die kleine Jubiläumsveranstaltung sei vom Vorstand einstimmig angenommen worden, so Jessen.

Auch die BDN-Delegiertenversammlung am 20. Oktober fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus. Ob es dafür in diesem Jahr einen zweiten Anlauf gebe, sei noch nicht sicher, berichtete Jessen.

An Richtlinien halten

Bereits in den vergangenen Tagen bedauerte der Generalsekretär die äußeren Umstände. Der Dachverband der deutschen Minderheit wolle jedoch alles dafür tun, den geltenden Richtlinien zu entsprechen – und darüber hinaus. „Wir gehen lieber auf Nummer sicher als umgekehrt“, so Jessen.

Im Rahmen der kleinen Jubiläumsveranstaltung soll der vierjährige Zuwendungsvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein unterzeichnet werden. 2,1 Millionen Euro soll es jährlich aus Kiel geben. Uwe Jessen hofft weiterhin, dass es zu einer feierlichen Unterzeichnung mit dem Ministerpräsidenten kommt.

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