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Inflation im Supermarkt: Kassenbeleg 2021 vs. 2022

Inflation im Supermarkt: Kassenbeleg 2021 vs. 2022

Inflation im Supermarkt: Kassenbeleg 2021 vs. 2022

Pauline Severin
Pauline Severin
Apenrade/Aabenraa
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Die Waren am Kasseband
Neben Gas und Strom werden auch Lebensmittel immer teurer. Foto: Florian Schaaf

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Budgetieren, Angebote verfolgen und für wenig Geld viele Gerichte kochen: Die Inflation im Supermarkt macht vielen zu schaffen. Wie sehr hat sich der Preis eines Einkaufes innerhalb der vergangenen zwölf Monate verändert? „Der Nordschleswiger“ machte den Einkaufstest in einem Apenrader Supermarkt.

Aufgrund der immer weiter ansteigenden Inflation wird das Leben immer teurer – neben Gas- und Stromkosten sind auch die Preise der Nahrungsmittel deutlich kostspieliger geworden. Wie stark haben sich die Preise zum Vorjahr wirklich verändert? „Der Nordschleswiger“ machte den Test und wiederholte einen Einkauf bei Rema von vor einem Jahr.

Da sich das Sortiment in den Supermärkten regelmäßig ändert, war es nicht möglich, alle Produkte vom vorherigen Jahr zu kaufen. Daher legte „Der Nordschleswiger“ zwei Kassenbelege einer Mitarbeiterin von vor einem Jahr zusammen und kaufte Alltagswaren, etwa Obst, Gemüse, Brot und Fertigprodukte.

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Gesamteinkauf in diesem Jahr 24,19 Prozent mehr gekostet als 2021. Foto: Florian Schaaf

Die Waren, die wir für unseren Vergleich erneut einkauften, kosteten im vergangenen Jahr insgesamt 110,15 Kronen. Bei unserem Preisvergleich mussten wir jetzt 145,29 Kronen an der Kasse bezahlen.

Eine Preiserhöhung von 24,19 Prozent

Die stärkste Preiserhöhung im Test erlebte der Doppelpack „Ristorante Pizza“. Dieser kostet mittlerweile 8 Kronen mehr als im Jahr 2021.

Prozentual gerechnet ist es jedoch die Bio-Gurke mit einer Erhöhung von 50 Prozent, die die höchste Steigerungsrate verzeichnet, während Bio-Karotten als einzige Ware ihren Preis beibehalten haben.

Die durchschnittliche Preiserhöhung per Ware liegt beim Einkauf des „Nordschleswigers“ bei 4 Kronen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Gesamteinkauf im Jahr 2022 24,19 Prozent mehr gekostet.

Der Kassenbeleg von 2022: Die Weintrauben waren im Angebot und sind daher nicht im Endergebnis einberechnet. Foto: Florian Schaaf

Laut Angaben des dänischen Statistikamts erreichte die Inflation diesen August mit einer Rate von 8,9 Prozent einen neuen Höchststand. Besonders bei Milchprodukten und Fleisch ist ein deutlicher Anstieg sichtbar.

Das Bio-Fleisch vom vorherigen Jahr (für 35 Kronen) ist schon lange nicht mehr erhältlich. Denn Rema 1000 verkauft derzeitig lediglich seine Eigenmarke – im Angebot – zu diesem Preis. Der weitere Trend der Inflation bleibt schwierig vorherzusagen.

Neben dem Energiesparen ist auch das bewusste Einkaufen für immer mehr Bürgerinnen und Bürger Teil des Alltags. Laut einer Mitteilung von ALDImeter haben bereits 62 Prozent der Däninnen und Dänen ihre Konsumgewohnheiten geändert und kaufen nun je nach Angebot ein.

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