Kommunalpolitik

Wassermühle soll vor dem Verfall bewahrt werden

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Die Wassermühle am Kongevej ist mehr als 400 Jahre alt.

Die Arbeitsgruppe schlägt vor: Die Kommune sollte zunächst dringliche Reparaturen vornehmen. Der Freizeit- und Kulturausschuss lobt die Arbeit, ein Signal soll aber erst bei den Haushaltsberatungen im Herbst gegeben werden.

Die Bachmannsche Wassermühle in Tondern ist ein historisches und ein charakteristisches Bauwerk. Doch ihre Substanz ist nach 422 Jahren seit ihrer Erbauung nicht mehr die beste. Daher hat der Freizeit- und Kulturausschuss auf seiner jüngsten Sitzung diesen Punkt auf der Tagesordnung.

Zwei Politiker schlugen Alarm

Vor dem Verfall warnten der sozialdemokratische Stadtratsabgeordnete Harald Christensen und seine Kollegin Daisy Dahl, damals noch Venstre, heute Tønder Listen, als sie die Zukunft des kulturhistorischen Gebäudes im August vergangenen Jahres in den Stadtrat brachten. Die beiden Politiker können sich die Nutzung des historischen Hauses unter anderem für kulturelle Veranstaltungen vorstellen.

Daher forderten sie einen Handlungsplan für die Renovierung und Möglichkeiten einer künftigen Nutzung. Die Fragen wurden vom Stadtrat an den Fachausschuss für Freizeit und Kultur übertragen, der im Oktober die Bildung einer Projektgruppe veranlasste. Die Arbeit wurde aufgenommen und sollte spätestens bis Mai 2021 abgeschlossen sein.

Die Ergebnisse wurden dem Freizeit- und Kulturausschuss auf dessen jüngster Sitzung vorgelegt.

„Ich muss schon sagen, dass hier gründlich und mit vielen guten Idee gearbeitet worden ist. Das halte ich für sehr lobenswert. Als Fachausschuss haben wir nicht die alleinige Entscheidungskompetenz. Daher werden auch der Ökonomieausschuss und der Stadtrat Stellung beziehen müssen“, erläutert der Ausschussvorsitzende René Andersen (Tønder Listen).

Ich muss schon sagen, dass hier gründlich und mit vielen guten Idee gearbeitet worden ist. Das halte ich für sehr lobenswert.

René Andersen, Vorsitzender des Ausschusses für Freizeit und Kultur

Da die finanzielle Seite und ihre Ausmaße nicht ungeklärt sind, werde der Ausschuss empfehlen, das Projekt im Rahmen der Haushaltsberatungen im Herbst zu diskutieren. Erst dann könne man entscheiden, was sich machen lasse und was nicht, erklärte Andersen nach der Ausschusssitzung.

Die Projektgruppe sieht als dringlichste Aufgabe notwendige Reparaturen am Gebäude, um den Verfall zu verhindern.

In diesem Zusammenhang wurden das Dach und die Fachwerke eingestuft. Danach soll die künftige Nutzung diskutiert werden, sodass die Lokalbevölkerung die Stätte nutzt, die auch für Touristen ein Besuchsziel werden soll. Sie schlug in diesem Zusammenhang die Gründung eines Vereins als Betreiber der Stätte vor.

Die direkten Nachbarn der unter Denkmalschutz stehenden Mühle sind das Rathaus, die Deiche, der Marsksti und der gegenüberliegende Skulpturengarten im Mühlenpark, der eine Aufwertung im Zuge der vorgenommenen Änderungen (unter anderem Schwebebrücke aus Holz) erfahren hat. Mit anderen Worten: Die Mühle hat eine Spitzenlage, auch für Gäste der Stadt, die von Osten kommend in die Stadt fahren.

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Die frühere Schlossmühle wurde 1598 erbaut.

Die Mühle befindet sich im Besitz der Kommune. So soll es auch bleiben, so die Projektgruppe, obwohl bei der Kommune regelmäßige Kaufangebote von auswärtigen Interessenten zur kommerziellen Nutzung eingehen.

Die Schloss- und Kulturbehörde soll einen Handlungsplan erstellen, damit die Klassifizierung der Denkmalschutzbestimmungen nicht verloren geht.

Die frühere Mühle des Schlosses Tønder Slot wird heute nur noch sporadisch vom Tønder Festival genutzt, die die Wiege des bedeutenden Musikereignisses ist, und für ganz wenige Veranstaltungen.

Das Klöppelfestival hat die Mühle genutzt.