Leserinnenbeitrag

Tondern feiert mit der ganzen Welt

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Je nach Herkunftsland der Gottesdienstordnung und der Lieder werden Köstlichkeiten aus diesem Land serviert (Archiv).

Vor 20 Jahren wurde das Ereignis erstmals bei einem deutsch-dänischen Gottesdienst in der Christkirche begangen. In diesem Jahr findet die Feier am 7. März statt. Anschließend wartet ein Büfett mit Köstlichkeiten aus dem Südpazifik.

Seit 20 Jahren feiern wir in Tondern den Weltgebetstag als deutsch-dänischen Gottesdienst. Jedes Jahr am 1. Freitag im März wird weltweit der Weltgebetstag in tausenden Gemeinden gefeiert. Immer wird er von christlichen Frauen aus dem Gastgeberland vorbereitet.

Deren Gottesdienstentwurf wird in viele Sprachen übersetzt, sodass dann deren Gottesdienst am 1. März-Freitag rund um die Welt wandert. Es ist immer eine Mischung aus christlichem Glauben und Kultur des Gastgeberlandes.

Christen aus aller Welt

Es ist ein Gottesdienst, in dem man etwas über Christen an einem anderen Ort unserer Welt erfährt und gleichzeitig in Verbundenheit mit ihnen feiern kann.

Lorenz Peter Wree ergriff die Initiative

Frauen aus der Südsee haben den Gottesdienst zum Weltgebetstag formuliert. Sie tragen noch heute weiße Hüte bei den Gottesdiensten, da es Blütenkränze im Haar nicht erlaubt sind.

Vor gut 20 Jahren hat Pastor Lorenz Peter Wree die damals neue dänische Pastorin Kirsten Elisabeth Christensen gefragt, ob sie Lust hätte, diesen Weltgebetstag als deutsch-dänischen Gottesdienst zu feiern. Das machen wir nun dieses Mal zum 20. Mal. Inzwischen bin ich für Lorenz Peter dabei und Sarah Jane für Kirsten Elisabeth.

Es sind Frauen aus der katholischen Kirche dabei, aus der Freikirche, aus Deutschland. Und es sind Frauen aus dem deutschen und dem dänischen Gemeindeteil dabei.

Christentum kam 1823 auf die Inseln

Dieses Jahr kommt der Gottesdienst von Frauen der Cookinseln, 17.000 km entfernt von Tondern. Das Christentum kam um 1823 mit englischen Missionaren auf die Cookinseln, die nicht nur das Christentum mitbrachten, sondern auch deren Kultur und Sprache.

So wurde es den Frauen verboten, im Gottesdienst Blütenkränze auf dem Kopf zu tragen. Stattdessen trägt man bis heute weiße Hüte (siehe Bild zum Weltgebetstag 2025). Auch die englische Sprache wurde als Schulsprache zwangseingeführt und verdrängte Maori als bisherige Schulsprache.

Als ich das mit der Sprache las, dachte ich, dass die Frauen uns dort doch sehr nah sind, denn das ist ja auch unsere Grenzlandgeschichte, zu erleben, dass mit jedem Krieg auch die Sprache vor Ort wechselt.

Das Kircheninnere wird mit Requisiten der Herkunftsländer geschmückt (Archivfoto).

Der Gottesdienst findet auf Deutsch und Dänisch statt am Freitag, 7. März, um 19 Uhr in der Christkirche.

Kostproben nach Cook-Rezepten

Anschließend feiern wir weiter im Brorsonhaus. Die Vorbereitungsgruppe kocht Speisen nach Cook-Rezepten und lädt ein, das Essen zu probieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, Waren aus dem Niebüller 1-Welt-Laden zu erwerben.