Ortserneuerung

Lügumklosters Schandfleck verschwindet von der Bildfläche

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Der frühere Møllekroen wurde vor dem Brand als Mietshaus mit sieben Wohnungen genutzt.

Der Lokalrat hat die Brandruine gekauft. Für den Abbruch zieht das Gremium gemeinsam mit der Kommune Tondern an einem Strang. Für die weitere Nutzung des Grundstücks sind Ideen gefragt.

„Es ist super schön, dass nun eine Lösung gefunden worden ist, und wir damit aufräumen können. Das ist ein wichtiger Schritt, um neue Möglichkeiten für den Ort zu schaffen“, sagt Henning Christiansen vom Lokalrat in Lügumkloster bezüglich des Møllekroens.

Nach jahrelangen Bemühungen ist es dem Lokalrat gelungen, das Gebäude für 15.000 Kronen zu kaufen, das bei einem Brand am 30. Januar 2019 verwüstet wurde. In Zusammenarbeit mit der Kommune Tondern bahnt sich jetzt ein Abriss an, um Platz für neue Möglichkeiten zu schaffen.

Der Kommune waren die Hände gebunden

Als Schandfleck an der Møllegade an der Ortseinfahrt war die Brandruine seither vielen Menschen ein Dorn im Auge. Wegen des Eigentumsrechts hat die Kommune juristisch keine Handhabe zum Eingreifen gehabt, wie der Lokalrat mitteilt.

Im Anschluss an den Abriss soll das Grundstück zum Verkauf ausgeschrieben werden. Das Ziel ist dabei ein Projekt, das der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.

Das Geld kommt aus dem Topf für Ortserneuerung

Dei Rückseite der Ruine

Die Kommune Tondern bringt sich mit finanziellen Mitteln aus dem Topf für Ortserneuerung (Landsbypuljen) ein. Es werden Kosten in Höhe von 1 bis 1,5 Millionen Kronen erwartet. Der genaue Betrag ist unter anderem von weiteren Untersuchungen abhängig. Für 60 Prozent der Ausgaben erhält die Kommune eine Rückzahlung aus dem staatlichen Topf für Ortserneuerung.

Es handelt sich ausschließlich um Møllekroen. Das benachbarte gelbe Mühlenhaus gehört nicht dazu.

Ein Projekt, das Priorität genießt

„Die Kommune ist sich bewusst, dass der Verfall von Møllekroen vor Ort große Aufmerksamkeit erregt hat. Daher wird ein schneller Ablauf für den Abriss priorisiert“, schreibt der Lokalrat in einer Pressemitteilung.

„Mit dem Abriss beginnt eine neue Phase für Lügumkloster, und es wird bereits daran gearbeitet, ein Projekt zu finden, das einen Mehrwert für den Ort schaffen kann“, so der Lokalrat.

Ideen und Projekte sind willkommen

Konkrete Ideen hat das Gremium nicht. „Wir hoffen, dass Leute mit Ideen und fertigen Projekten kommen, in denen wir uns wiederfinden können“, sagt Henning Christiansen.

Es sei nie die Intention des Lokalrates gewesen, dauerhaft Besitzer von Møllekroen zu sein. „Es ging uns nur darum, die Brandstätte wegzubekommen und die Sache anzuschieben“, so Christiansen.

Ein Bewohner legte das Feuer

Das benachbarte gelbe Mülhlenhaus hat eine eigenständige Adresse und gehört nicht zum Møllekroen.

Das Feuer in dem zu einem Mietshaus mit sieben Wohnungen umfunktionierten Gebäude war auf Brandstiftung zurückzuführen. Ende Januar 2019 musste für 13 Menschen eine neue Unterkunft gefunden werden.

Ein 20-jähriger Bewohner wurde im August 2019 wegen Brandstiftung zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.