Natur

Strandpromenade muss erneut repariert werden

Strandpromenade muss erneut repariert werden

Strandpromenade muss erneut repariert werden

Sonderburg/Sønderborg
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An vier Stellen wurden die Fliesen angehoben. Foto: Karin Riggelsen

Zum zweiten Mal hat ein sehr starker Ostwind den Fliesenbelag von Sonderburgs vornehmer Spaziermeile an vier Stellen beschädigt.

Wer sich am Sonntag anschaute, wie die massiven Wassermassen durch den starken Ostwind zwischen dem Yachthafen und dem Wikingerklub gegen die Wand an der Strandpromenade gepresst wurden, und dabei eine dekorative Gischt mehrere Meter hoch emporschießen ließ, wird sich gewundert und vielleicht auch gefreut haben. Mehrere Personen haben in den darauffolgenden Tagen Fotos von dem imposanten Anblick auf Facebook veröffentlicht.

Die Strandpromenade - nun erneut mit fehlenden Fliesen Foto: Karin Riggelsen

Die enorme Kraft des Wassers war aber nicht nur eine dekorative Sache. Der Steinfliesenbelag auf Sonderburgs vornehmster Spaziermeile wurde erneut beschädigt, wie „JydskeVestkysten“ berichtet. Die Strandpromenade, die einst über Jahre für 26 Millionen Kronen ganz neu hergerichtet wurde, muss wieder repariert werden.

Eine Lösung muss her

An vier Stellen sind die Steinfliesen an der Kante zum Wasser hin von unten quasi hochgedrückt worden. Nun liegen sie bunt durcheinandergewürfelt auf dem noch mehr oder weniger intakten Belag.

Der winterlicher Blick von der Strandpromenade aus Foto: Karin Riggelsen

Die Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Aase Nyegaard (Fælleslisten), ärgert sich: „Es taugt nicht, dass die Promenade jedes Mal zerstört wird. Es passieren Änderungen im Klima, und die Wetterverhältnisse bleiben nun so. Deshalb müssen wir eine Lösung finden."

Die gleichen Probleme wie 2018

Bjarke Eriksen, Direktor der Technik- und Umweltabteilung in Sonderburg, will es ruhig angehen lassen. „Wir wollen uns alles noch einmal anschauen. Aber 2018 wurden 250 Quadratmeter in Mitleidenschaft gezogen, diesmal sind es 10 bis 20 Quadratmeter“, meint er.

Viele Spaziergänger nutzen die Strandpromenade. Foto: Karin Riggelsen

Weil sich die Experten den Schaden noch nicht angeschaut haben, will er eigentlich auch keine konkreten Schlussfolgerungen ziehen. „Aber ich stelle mir vor, dass wir es mit der gleichen Problematik wie damals zu tun haben“, so Eriksen.

Schaden nicht so groß

Bei dem Sturm 2018 ging es damals so schief, weil die Fugen zwischen den Steinfliesen noch recht neu waren. „Jetzt haben sie sich gesetzt, und der Schaden wurde kleiner. In den vergangenen Jahren haben wir mit Erfolg dreimal Platten und Sandsäcke verlegt. Diesmal hat es nicht so gut geklappt, weil die Platten auf Schnee und Eis lagen. Die haben sich daher bewegt“, meint der Direktor.

Seit Sonntag fehlen ein paar Steinfliesen an der Strandpromenade. Foto: Karin Riggelsen

Als die damals noch junge Promenade im Herbst 2018 zerstört wurde, wurde eigentlich nie ein Verantwortlicher für die Schäden gefunden. Das Ratgeberunternehmen der Kommune, Cowi, hat die Reparaturen übernommen. Sie haben laut Bjarke Eriksen 150.000 Kronen gekostet.

Belag wird stabiler

Laut der Sonderburger Kommune und Cowi war eine Kombination von Hochwasser und dem ungewöhnlich kräftigen Sturm von Osten der Grund dafür, dass die Wellen die Steinfliesen unterminieren und hochspülen konnten.

Cowi wird auch nach dem jüngsten Sturm in Sonderburg zu Rate gezogen. Neue Vorsichtsmaßnahmen sieht Bjarke Eriksen aber nicht kommen: „Das ist nun mal das Wetter. Aber wir wissen, dass sich der Belag noch mehr setzen wird.“

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