Vision

Politiker mit einer „coolen“ Idee

Politiker mit einer „coolen“ Idee

Politiker mit einer „coolen“ Idee

Hadersleben/Haderslev
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Inga Lykke, Thomas Fredsted, Kim Kabelka, Marie Skødt und Carsten Leth Schmidt gehen für ihre Vision ins Wasser. Foto: Ute Levisen

Ein Politiker-Quintett hat eine „coole“ Vision: Bis 2030 sollen die Haderslebener Förde und Damm den Status „Blaue Flagge“ erreichen. Dafür sind die Newcomer im Kommunalparlament auch bereit, ins eiskalte Wasser zu gehen.

Es gibt Politiker, die „brennen“ derart für ihre Visionen, dass sie dafür auch an einem klirrend kalten Dezembertag in die noch kältere Förde steigen – in Badehosen und Waders!

Die Newcomer im Stadtrat, Inga Lykke und Thomas Fredsted (beide Venstre), Kim Kabelka und Marie Skødt (beide Soz.) sowie Carsten Leth Schmidt (Schleswigsche Partei) packten am Freitag die Badesachen ein und stiegen für einen guten Zweck in die Förde. Ihre Vision: Bis zum Jahr 2030 sollen Förde und Damm Badequalität haben!

Ein eiskaltes Signal

„Wir müssen ein Signal senden!“, sagt Inga Lycke, „und wir meinen, dass der Zeithorizont durchaus realistisch ist.“ Zur kommenden Stadtratssitzung wird die Gruppe eine entsprechende gemeinsame Mitgliedsinitiative in den Stadtrat einbringen. „Wir brauchen einen Status“, so Kabelka: „Was ist zu tun, damit wir hier Badequalität bekommen? Welche Verunreinigungsquellen gibt es – bekannte und unbekannte?“

Bekannte und unbekannte Umweltsünder

Nun, da seien beispielsweise die bekannt-berüchtigten Umweltsünder: die Überläufe, pointiert Leth Schmidt. Als eine notwendige Maßnahme sieht er die Reinigung von Stevning Dam: „Es kann sein, dass Förde und Damm nicht nur ein kommunales, sondern auch ein staatliches Problem sind“, fügt er hinzu.

Dies alles herauszufinden, dazu soll die Mitgliedsinitiative beitragen. „Bislang wirkt die Wasserqualität der Förde, auf Seglerkreise beispielsweise, eher abschreckend“, sagt Fredsted. „Dabei wollen wir ja gerade Touristen und nicht zuletzt Wassersportler in unseren Hafen locken“, ergänzt Marie Skøtt.

Die Domstadt verfüge über eine einzigartige Landschaft und Lage, auch mit Blick auf den Wassersport: Dies gelte es auszunutzen, so das Fazit der Gruppe, die nun auf den Goodwill der „alten Hasen“ im Ratsrund setzt.

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