Sanierungsarbeiten

Gottesdienst markiert den Start von Sanierungsarbeiten im Dom St. Marien zu Hadersleben

Gottesdienst markiert den Start von Sanierungsarbeiten im Dom St. Marien zu Hadersleben

Gottesdienst markiert den Start von Sanierungsarbeiten im Dom St. Marien zu Hadersleben

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Pastorin Christa Hansen Foto: Karin Friedrichsen

Im Dom rücken die Handwerker an. Die Renovierung des geschichtsträchtigen Gotteshauses wird am 20. Mai fortgesetzt. Der letzte Gottesdienst in diesem Jahr im Hauptschiff gefeiert wird, findet am Sonntag, 19. Mai, statt.

Am Dom zu Hadersleben werden die Handwerker am 20. Mai anrücken, um die Renovierungsarbeiten im Hauptschiff und dem östlichen Teil des südlichen Seitenschiffes einschließlich zweier Kapellen, fortzusetzen. Das Kalken der Wände und die Instandsetzung des Inventars wird voraussichtlich zehn Monate dauern und großen Einfluss auf die Nutzung der Kirche haben.

Bei einem Gottesdienst am Sonntag, 19. Mai, ab 10 Uhr, wird dargestellt, dass ein bedeutsamer Teil des Domes gesperrt sein wird. Christa Hansen, Pastorin des deutschen Teils der Domgemeinde, wirkt mit bei der Austeilung des Abendmahls.

Kirchendiener Lars Vibe in dem Teil der Kirche, der bald als „Hauptkirche" fungieren wird. Foto: Karin Friedrichsen

Nördliches Kirchenschiff wird zur „interimistischen Kirche“

„Wir können nach wie vor Gottesdienste im nördlichen Seitenschiff, das im vergangenen Jahr gekalkt wurde, durchführen“, so Dompropst Torben Hjul Andersen. Die Handwerker werden den Kirchenraum umgestalten, bevor das Aufbauen der Gerüste im Hauptschiff beginnt. Laut Kirchendiener Lars Vibe gibt es im Dom 816 Sitzplätze. Die sich in einer Höhe von 22 Metern erstreckenden Mauern sind nicht seit 1986 gekalkt worden. Das Kostenvolumen für die anstehende Sanierung, einschließlich Ausgaben für Konservatoren, beläuft sich laut Vibe auf 6,27 Millionen Kronen. Das Projekt wird vom Nationalmuseum begleitet.

In der „interimistischen Kirche“ werden rund 250 Sitzplätze geschaffen werden, erklärt der Dompropst. Er fügt hinzu, dass während der Renovierungsarbeiten Taufen und Trauungen durchgeführt werden können. Trauergottesdienste werden in der Herzog-Hans-Kirche und der Kapelle am Assistenzfriedhof stattfinden.

Siesebyorgel im Dom St. Marien Foto: Karin Friedrichsen

Siesebyorgel kommt im Jubiläumsjahr voll zum Einsatz

Die Renovierung ist so geplant, dass die Konfirmationen 2020 im Dom durchgeführt werden können. Die Kirchgänger haben während der Bauarbeiten Zutritt durch die nördliche Tür. Es wird ein Notausgang durch die Staubabdeckung zum Hauptschiff geschaffen. Das Taufbecken wird vom Hauptschiff in den „neuen“ Kirchraum, der mit seiner Größe einer Dorfkirche gleichkommt, verlegt.

Die große Westorgel wird staubdicht verpackt, genau wie die Leuchten und die übrige Kirchenausstattung. Das musikalische Ambiente werden die Organisten an der Siesebyorgel, die 2019 ihr 200- jähriges Jubiläum begeht, gestalten.

Der restliche Teil des südlichen Seitenschiffes wird voraussichtlich 2020 gekalkt. Dieses Projekt wird jedoch nicht so umfangreich sein und somit nicht das komplette Dominnere in eine Baustelle verwandeln.

Das Taufbecken wird verlagert Foto: Karin Friedrichsen

Deutsche Gemeinde verlegt Gottesdienste in die Herzog-Hans-Kirche

„Wir werden unsere Gottesdienste in der Herzog-Hans-Kirche haben, daher werden wir nicht unmittelbar beeinträchtigt“, so Pastorin Hansen. Wie die Gottesdienstordnung für Heiligabend wird, zeige sich im Laufe des Spätherbstes.

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