Verhinderung der Schweinepest

Licht, Ultraschall und Düfte sollen Wildschweinzaun ergänzen

Licht, Ultraschall und Düfte sollen Wildschweinzaun ergänzen

Licht, Ultraschall und Düfte sollen Wildschweinzaun ergänzen

dt/jv
Nordschleswig
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Der Zaun verläuft weitgehend direkt entlang der Grenze. An den Stellen, an denen es keinen Zaun geben kann, sollen die möglichen Wildschweine auf verschiedene Weise abgeschreckt werden. Foto: Karin Riggelsen

Projektleiter Bent Rasmussen von der dänischen Naturverwaltung, Naturstyrelsen, erklärt, wie Wildschweine an den Stellen, an denen es keinen Zaun gibt, abgeschreckt werden sollen.

Der Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze wird voraussichtlich Ende November fertiggestellt sein, berichtet die Zeitung „Jydske Vestkysten“ (JV).

Das Bauwerk soll insgesamt 68 Kilometer lang werden; es fehlen laut Förster Bent Rasmussen, der für die dänische Naturverwaltung, Naturstyrelsen, die Projektleitung des Zaunbaues übernommen hat, noch die letzten fünf Kilometer von Pattburg/Padborg bis zur Flensburger Förde.

Bent Rasmussen berichtet ferner, dass jetzt Systeme ausprobiert würden, um die Streckenabschnitte, an denen kein Zaun stehen kann – etwa an Grenzübergängen – gegen den Übertritt von Wildschweinen nach Dänemark zu sichern.

Zusammengerechnet sind 2 Kilometer der 68 Kilometer langen Strecke „zaunfrei“; das größte Stück liege bei Ruttebüll/Rudbøl, wo es zwischen Rosenkranz und dem Ruttebüller See eine 780 Meter lange freie Strecke gebe.

„Es muss etwas geben, was einen abschreckenden Effekt auf die Wildschweine hat, damit sie umdrehen“, sagt Bent Rasmussen in dem Bericht.

Licht, Schall und Düfte

Es würden „verschiedene Lösungen“ mit „Licht, Schall und Düften“ erarbeitet; alle möglichen Lösungen hätten die Gemeinsamkeit, dass sie für Menschen nicht wahrnehmbar seien, schreibt JV.

Unter anderem könnten die Wildschweine Buttersäure in einer „um vieles geringeren Konzentration, als dass ein Mensch sie wahrnehmen kann“, riechen und würden sich davon abschrecken lassen; auch Ultraschall würde zur Abschreckung erwogen. An den Grenzübergängen sollten zusätzlich Wildkameras installiert werden, um zu kontrollieren, wie Tiere auf die Maßnahmen reagieren.

Der Zaun sei im Übrigen wesentlich billiger geworden als veranschlagt; statt geplanter 80 Millionen Kronen würde er wahrscheinlich nur 45 Millionen Kronen kosten, wird Rasmussen zitiert.

Der Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze soll verhindern, dass die Afrikanische Schweinepest, die in Belgien und Osteuropa verbreitet ist, nach Dänemark eingeschleppt werden kann. Diese wird vornehmlich durch Wildschweine verbreitet. Der mögliche Ausbruch der Schweinepest wird als Gefahr für den dänischen Export von Schweinefleisch angesehen.

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Gwyn Nissen
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