Corona-Krise

Freie Fahrt für Grenzlandbewohner: Ministerium arbeitet an Modell

Freie Fahrt für Grenzlandbewohner: Ministerium arbeitet an Modell

Freie Fahrt für Grenzlandbewohner

Kopenhagen/Apenrade
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Das Justizministerium unter Nick Hækkerup (Soz) arbeitet an einem Modell, wie wie Grenze für Grenzlandbewohner wieder durchlässiger wird. Das Ergebnis soll vor dem 15. Juni präsentiert werden. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Dänemark lockert die Einreisebestimmungen, nun sollen Grenzlandbewohner bald ohne triftigen Grund einreisen können. Wer in den Genuss kommt, daran arbeitet das Justizministerium.

Nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass die Bewohner des Grenzlandes auf eine freie Grenzpassage hoffen können, hat nun ein Sprecher des Justizministeriums dem „Nordschleswiger“ bestätigt, dass ein konkretes Modell, wie Grenzlandbewohner die Grenze frei queren können, vom Ministerium zurzeit ausgearbeitet wird.

Nähere Informationen könnten jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht geliefert werden, so das Ministerium weiter. Es solle aber der Alltag im Grenzland so weit wie möglich normalisiert werden. Dazu gehört nach den Worten des Ministeriums, dass die Einwohner des Grenzlandes den bisherigen triftigen Grund (anerkendelsesværdigt formål) für eine Grenzquerung nicht mehr nachweisen müssen.

Der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, Jesper Petersen, hatte dem Sender TV Syd gesagt, die Regierung wolle sich bis zum 15. Juni über die Öffnung der Grenze für Einwohner südlich der Grenze äußern.

Für welches Gebiet südlich der Grenze die freie Grenzpassage gelten soll, ist laut Petersen noch nicht klar.

Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), sprach von einer „guten Nachricht“. Auch der Vorsitzende der Schleswigschen Partei (SP), Carsten Leth Schmidt, zeigte sich erfreut.

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