Gemeinderatswahl

Apenrade: Alle drei deutschen Kandidaten wurden gewählt

Apenrade: Alle drei deutsche Kandidaten wurden gewählt

Apenrade: Alle drei deutsche Kandidaten wurden gewählt

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Kandidatenvorstellung bei der Gemeinderatswahl in Apenrade Foto: Paul Sehstedt

Bernd Lorenzen erhielt bei der Gemeinderatswahl in Apenrade die höchste Stimmenzahl von allen 18 Kandidaten.

Eine lange Schlange von Stimmberechtigten stand um 19 Uhr noch vor der Sønderjyllandshalle, und der Leiter der Kirchengemeinderatswahl in Apenrade sah sich gezwungen, den Veranstaltungsbeginn um eine halbe Stunde zu verschieben.

228 Wähler hatten sich registrieren lassen, um ihre Stimmen abzugeben. Laut Morten Hansen, Verwaltungschef der Kirchengemeinde Apenrade, ist die Wahlbeteiligung in Apenrade immer hoch, und auch viele Kandidaten stellen sich zur Wahl.

Der Versammlungsverlauf wurde nach den neuesten Richtlinien des Kirchenministeriums durchgeführt. Im Gegensatz zu den bisherigen Wahlen fand eine Kandidatenvorstellung statt. Jeder der 18 hatte eine Minute, um sich zu präsentieren und seine Vision für die Mitarbeit im Kirchengemeinderat zu skizzieren.

„Ich finde den Vorstellungsteil gelungen“, kommentierte Anke Krauskopf, Pastorin des deutschen Gemeindeteils, den Verlauf. „Früher sahen wir nur Fotos von den Kandidaten, jetzt sehen wir sie live, und das ist sympathisch.“

Unter den Wählern befanden sich auch zahlreiche junge Menschen.

Bernd Lorenzen Spitzenreiter

Bernd Lorenzen aus der deutschen Minderheit bekam 124 Stimmen und wurde somit der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Lisa Tröster und Dieter Klein, ebenfalls aus der Minderheit, erhielten 90 bzw. 63 Stimmen.

„Die Frage ist nun, ob der dänische Teil unsere drei Kandidaten akzeptiert oder ob sie eine Listenwahl beantragen werden“, kommentierte Anke Krauskopf das Wahlresultat.

Ein strahlendes Ehepaar Annette und Bernd Lorenzen, das ein unerwartet gutes Wahlergebnis erzielen konnte Foto: Paul Sehstedt

Lorenzen: „Total überraschend“

„Das Wahlergebnis ist total überraschend für mich“, freut sich Bernd Lorenzen.

„Ich bin total froh, aber auch erschreckt, denn nun werden Aufgaben auf mich zukommen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Von unten vorsichtig einsteigen, war meine Vorstellung. Aber nun wollen wir sehen, was die Zukunft bringt.“

Seine Frau Annette Lorenzen bewarb sich um einen Stellvertretersitz, den sie auch prompt mit 122 Stimmen erlangte.

Pastorin Anke Krauskopf (links) mit den deutschen Vertretern im Kirchengemeinderat: Dieter Klein, Bernd und Annette Lorenzen sowie Lisa Tröster Foto: Paul Sehstedt
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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