Kommunalpolitik

Kommunale Sturmflutschäden belaufen sich in Apenrade auf knapp 15 Millionen Kronen

Sturmflutschäden belaufen sich in Apenrade auf knapp 15 Millionen Kronen

Kommune Apenrade: Sturmschäden betragen etwa 15 Millionen

Apenrade/Aabenraa
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Dem Apenrader Strand hatte die Sturmflut arg zugesetzt. Die Aufräumarbeiten kamen jedoch zügig in Gang und heute sind kaum noch Spuren zu sehen. Foto: Jan Peters

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Vor knapp fünf Wochen wütete die Sturmflut an der Ostseeküste und traf auch die Kommune Apenrade mit voller Wucht. Die Aufräumarbeiten sind so weit abgeschlossen. Die großen Schäden werden jetzt behoben. Eine erste Einschätzung über die Kosten gibt Kommunaldirektor Tom Ahmt.

Mächtig warfen sich Wind und Wasser in der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober gegen die dänische Ostseeküste. Die Sturmflut traf das Land mit voller Wucht und ließ die See in Apenrade auf 2,16 Meter über Normalnull ansteigen.

Auch wenn man sich auf den Sturm und die Fluten vorbereitet hatte: In der Kommune wurden Bäume entwurzelt, Sommerhäuser und Keller überflutet, Straßen unpassierbar.

Erste Schätzung der Schäden

Jetzt, knapp einen Monat später, gibt es einen Überblick über die kommunalen Schäden, die die Rekordsturmflut angerichtet hat. „Wir rechnen mit 10 bis 15 Millionen Kronen“, sagt Kommunaldirektor Tom Ahmt. Ausgenommen davon sind die Zerstörungen, die an Privateigentum angerichtet worden sind.

Kommunaldirektor Tom Ahmt hat einen ersten Überblick über die Schäden der Sturmflut (Archivfoto). Foto: Paul Sehstedt

Die Summe sei allerdings eine vorläufige Schätzung, fügt Ahmt hinzu. „Es können immer noch Schäden hinzukommen, die jetzt bisher nicht zutage getreten sind und natürlich Folgeschäden“, so der Kommunaldirektor.

Einige Reparaturen wurden bereits durchgeführt – andere müssen noch warten

Einige der Flutfolgen sind bereits repariert. So ist der gepflasterte Weg entlang des Apenrader Strandes – der war unterspült und die Steine waren abgesackt – wieder instand gesetzt.

Anders sieht es allerdings am Gendarmenpfad entlang der Flensburger Förde aus. Dort werden die Arbeiten sicher noch bis in das kommende Jahr hinein andauern. „Wir haben es an einigen Stellen mit aufgeweichter Erde zu tun. Da können unsere Leute bislang nicht mit den Arbeiten beginnen“, so Ahmt.

Hilfe für geschädigte Kommune im Haushalt 2024

Jetzt hat die Regierung in ihrem Haushalt für das Jahr 2024 Sturmflut-Hilfen genehmigt. Insgesamt 125 Millionen Kronen sind für die betroffenen Kommunen bereitgestellt worden – und dazu gehört auch die Kommune Apenrade. „Wir können 25 Prozent der Gesamtschadenssumme beantragen. Das wären dann etwas mehr als 3 Millionen Kronen Hilfe“, rechnet Tom Ahmt vor – wenn es bei der Summe bleibt.

Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Kons.) hat sich eine höhere Summe für die betroffenen Kommunen gewünscht, wie er gegenüber „TV Syd“ sagte. „Besonders mit Blick auf die Nachbarkommune Sonderburg, wo sich die Schäden bisher auf etwa 80 Millionen Kronen belaufen, wäre mehr Unterstützung gefragt“, sagte er.

Das reale Schadensausmaß in Apenrade wird wahrscheinlich erst im kommenden Jahr genau zu beziffern sein, wenn alle Reparaturen durchgeführt worden sind.

 

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