Deutsche Minderheit

Großes Interesse am Vortrag zum Thema Demenz

Veröffentlicht Geändert
Dorothea Lindow während ihres Vortrages in Bülderup-Bau.

Pastorin Dorothea Lindow erzählte Mitgliedern des Sozialdienstes Buhrkall über ihre Erfahrung im Umgang mit demenzkranken Menschen.

Es kann jeden treffen und in vielen Familien sind Angehörige betroffen. Das Thema Demenz stieß beim Vortragsabend des Sozialdienstes Buhrkall (Burkal) im Gemeindehaus in Bülderup-Bau auf Interesse.

„Die Veranstaltung war mit 27 Teilnehmenden sehr gut besucht“, berichtet Vorstandsmitglied Margit Hinrichsen. Als Referentin hatte der Sozialdienst die Pastorin des deutschen Gemeindeteils in Tondern (Tønder), Dorothea Lindow, gewinnen können.

Sie berichtete über ihre Erfahrungen mit demenzkranken Menschen. „Es war kein medizinischer Vortrag, sondern sie erzählte aus ihrer Lebenserfahrung als Altenheimpastorin und aus der Erfahrung, die sie in der Ausbildung zur Validationsanwenderin nach Naomi Feil gemacht hat“, so Hinrichsen.

Besonderer Umgang bei Demenz

Der Vortragsnachmittag des Sozialdienstes Buhrkall zum Thema Demenz stieß auf Interesse. Knapp 30 Männer und Frauen wollten sich den Beitrag nicht entgehen lassen.

Lindow ging in ihrem Vortrag in erster Linie auf den Umgang und die Kommunikation mit demenzkranken Menschen ein. Wie kann ich agieren und reagieren im Gespräch mit einem Demenzkranken? Das war laut Hinrichsen eine der Fragen, die die Pastorin aufgriff.

„Sie gab sehr anschaulich und kurzweilig Beispiele, wie man sich demenzkranken Menschen gegenüber verhalten kann und sollte. Es war ein sehr interessanter Nachmittag“, so Margit Hinrichsen.

Der Sozialdienst Buhrkall macht auf die nächste Veranstaltung aufmerksam. Es handelt sich gewissermaßen um eine Doppelveranstaltung. Für Dienstag, 25. Februar, lädt der Verein zur Jahreshauptversammlung ein. Beginn im Gemeindehaus in Bülderup-Bau ist um 17 Uhr. Ab 19 Uhr folgt ein Vortrag zum Thema Nachlass.

Aus organisatorischen Gründen bittet der Sozialdienstverein bis spätestens 20. Februar um Anmeldung bei Margit Hinrichsen (Tel. 28 59 22 67).

Validation bei Demenz nach Naomi Feil

Das Konzept wurde von Naomi Feil, einer US-amerikanischen Sozialarbeiterin, begründet. Es basiert auf dem Gedanken, dass verwirrten Menschen ein wertschätzender Umgang gebührt und ihre Gedankenwelt als gültig anerkannt wird. Schließlich fällt es vielen Angehörigen und in der Pflege beschäftigten Menschen schwer, mit den für ein „gesundes“ Empfinden seltsamen oder „verrückten“ Verhaltensweisen oder Gesprächen umzugehen.

Techniken und Prinzipien des Validierens nach Naomi Feil: