Bildungsstätte Knivsberg

Deutsche Minderheit will intern effektiver arbeiten

Deutsche Minderheit will intern effektiver arbeiten

Deutsche Minderheit will intern effektiver arbeiten

Knivsberg/Knivsbjerg  
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Beim Strategieseminar des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) herrschte Einigkeit an der Zielsetzung, intern effektiver zu arbeiten. Von links: Lasse Tästensen, Thore Naujeck und Ruth Nielsen. Foto: Cornelius von Tiedemann

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Beim Strategieseminar des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) in der Bildungsstätte Knivsberg herrschte Konsens über eine straffere Organisation und Verwaltung.

Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hinrich Jürgensen, ist zufrieden mit dem Verlauf des jüngsten Strategieseminars des Dachverbandes der deutschen Minderheit in Dänemark. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Einrichtungen, die dem BDN angehören, waren bei der Veranstaltung am Freitag beteiligt.

Die Finanzverwaltung ist bereits deutlich effektiver organisiert worden.

Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des BDN

„Wir haben weiter an der Zielsetzung gearbeitet, die Arbeit innerhalb der Minderheit und ihren Einrichtungen effektiver zu gestalten“, berichtet der BDN-Hauptvorsitzende. „Wir haben da schon einiges bewältigt“, so Jürgensen und weist auf vorausgegangene Anregungen hin, die nach einer „Durchleuchtung“ der Organisationsstruktur der Minderheit durch die Bundesregierung vorgelegt worden waren. „Die Finanzverwaltung ist bereits deutlich effektiver organisiert worden“, so Jürgensen und berichtet von einem Seminar in guter Atmosphäre, bei dem es keine Rivalitäten um die stets begrenzten Finanzmittel der Minderheit gegeben habe.

Baubereich wird gebündelt

„Der BDN hat Gespräche mit allen Verbänden geführt“, so Jürgensen. Es herrscht Einigkeit, dass künftig auch im Bereich Neubauten und Renovierungen der Einrichtungen der Minderheiten die Planung gebündelt wird.

Auch der Internetauftritt der deutschen Minderheit soll verbessert werden. In der Bildmitte Tanja Klindt und rechts neben ihr Johann Andresen. Foto: Cornelius von Tiedemann

„Viele Schulen oder Kindergärten führen Neubauprojekte höchstens einmal unter Leitung einer Vorstandsgeneration durch. Wir haben festgestellt, dass bei einzelnen Einrichtungen und Verbänden oft das Know-how für Planungen, die immer aufwendiger werden, nicht ausreicht“, so der BDN-Hauptvorsitzende. Künftig werde es eine zentrale Neubau- und Renovierungsstelle geben. Und ein weiteres Anliegen wurde ins Auge gefasst. Der Internetauftritt der Minderheit soll mehr gebündelt werden, damit Interessierte leichter zu den einzelnen Einrichtungen, Verbänden oder Vereinen vordringen können.

Auch Wissensmanagement Thema

Diskutiert wurde auch über das Thema Wissensmanagement. Da geht es darum, dass künftig Kompetenz und Wissen in Einrichtungen weiter genutzt werden könne, wenn dort zuvor tätige Personen ausscheiden. Unter dem Dach des BDN sind weitere Seminare dieser Art geplant.

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