Deutsche Minderheit

Einnahmen und Ausgaben im Fokus des SV Tingleff

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Mit dem Catering im Frühstückszelt des Knivsbergfestes verhelfen Freiwillige dem SV Tingleff seit Jahren zu einer Zusatzeinnahme. Im vergangenen Jahr fiel das Knivsbergfest allerdings aus und die Einnahme damit weg. Dem SV-Vorstand schwebt vor, den Catering-Gewinn nicht mehr fest im Haushalt einzuplanen, sondern als Extraeinnahme einzustufen (Archivfoto).

Der Fitnessraum bleibt im SV Tingleff eine eigenständige Abteilung mit gesondertem Spartenbeitrag, um eine finanzielle Balance zu gewährleisten. Mit der Absage des Knivsbergfestes brach dem SV im vergangenen Jahr eine wichtige Einnahmequelle weg. Da es wieder vorkommen kann, will der Vorstand anders mit solchen Zusatzeinnahmen planen.

Auf der diesjährigen Generalversammlung des SV Tingleff rückte unter anderem in den Mittelpunkt, wie der Fitnessraum genutzt wird. Statt die Geräte automatisch allen zur Verfügung zu stellen, erhebt der Klub einen separaten Spartenbeitrag.

„Der Raum ist mit Unkosten verbunden, die abgedeckt werden müssen. Wir haben das zu verdeutlichen versucht und werden an der Regelung festhalten. Der Jahresbeitrag wird aufgrund gestiegener Betriebskosten sogar auf 900 Kronen angehoben“, berichtet SV-Vorsitzende Michelle Møller Andresen.

Auf die Finanzlage reagieren

Auch die Beitragssätze in den anderen Sparten werden angehoben, um finanziell in sicheres Fahrwasser zu kommen. Im Jahresabschluss des Vereins steht ein Minus von 77.000 Kronen zu Buche.

„Unsere neue Kassiererin Louise Andresen hat die Finanzen der einzelnen Sparten aufgeschlüsselt. Wir haben dadurch in Zukunft einen genaueren Überblick und können gezielter und schneller reagieren“, so Michelle Møller Andresen.

Das Minus verteilte sich mehr oder weniger auf alle Sparten, so die Vorsitzende. Wäre das Knivsbergfest nicht ausgefallen, hätte das Minus rund 40.000 Kronen weniger betragen.

Mit einer Helfer-Crew führt der SV seit Jahren das Verpflegungszelt beim Sommerfest der deutschen Minderheit auf dem Knivsberg. Im vergangenen Jahr fiel die Veranstaltung allerdings dem schlechten Wetter zum Opfer. Der Gewinn aus dem freiwilligen Einsatz blieb aus.

Knivsbergeinnahmen als Zubrot

„Das hat sich finanziell natürlich bemerkbar gemacht. Wir hoffen, dass das Knivsbergfest in diesem Jahr stattfindet, wollen die Einnahmen künftig aber gar nicht mehr fest einkalkulieren". Die Bilanz solle nach Möglichkeit ohne die Knvisbergeinnahmen im Plus landen oder zumindest gen null gehen, sagt die Vorsitzende.

„Ein Gewinn vom Knivsbergeinsatz könnte dann für besondere Anschaffungen oder Aktionen genutzt werden“, so die Vorsitzende zu den Finanzplänen des Vereins.

Vor Jahren konnten durch freiwilliges Engagement von Mitgliedern mit dem Ausrichten eines Firmen-Julefrokostes ebenfalls Sondereinnahmen generiert werden. Mangels Interesse der örtlichen Firmen und Betriebe fand das Event zuletzt nicht mehr statt. „Wir klammern es aus“, ergänzt Michelle M. Andresen.

Wechsel im Vorstand

Der SV-Vorstand geht mit einer Veränderung in die nächste Amtszeit. Für Vorstandsmitglied Christoph Andresen, Ehemann der Vorsitzenden, wurde Charlotte Beeck gewählt. Andresen hatte mitgeteilt, dass er aus dem Vorstand auszuscheiden wünscht. Michelle Møller Andresen bleibt Vorsitzende.

Dem Vorstand gehören des Weiteren Melanie Christiansen, Louise Andresen, Carsten Thomsen, Uwe Petersen sowie Hella Hartung als Kontaktperson zum Sozialdienst Tingleff an.

Terminierung wiederholen

Die Generalversammlung auf einen Sonntagvormittag zu legen, habe sich als guter Schachzug erwiesen. „Es kamen verhältnismäßig viele ältere Mitglieder. Sie meldeten uns zurück, dass sie diesen Termin begrüßen. Wir hatten auch auf mehr Eltern gehofft. Angedacht war, dass sie ihre Kinder parallel zur Versammlung an Aktivitäten in der Halle teilnehmen lassen können. Die Halle war aber leider belegt. Im kommenden Jahr wollen wir es wieder mit Sonntagvormittag versuchen“, so die Vorsitzende.