Feuerverbot

Dürre in Dänemark: Unwissende Urlauber zünden weiter den Grill an

Dürre in Dänemark: Unwissende Urlauber zünden weiter den Grill an

Dürre in Dänemark: Unwissende Urlauber zünden weiter den Grill an

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Grillen
Foto: Evan Kirby/Unsplash

In Dänemark herrscht seit rund zwei Wochen ein landesweites Verbot für offene Feuer. Die Polizei ruft die Touristik-Branche jetzt dazu auf, ausländische Gäste zu informieren.

Nichtsahnende Touristen entzünden ein Lagerfeuer oder grillen mit Kohle – kein seltenes Bild dieser Tage in Dänemark. Dabei gilt in ganz Dänemark seit dem 4. Juli ein Feuerverbot in Naturgebieten – und in zahlreichen Kommunen gehen die Verbote noch weit darüber hinaus.

Doch ausländische Urlauber kennen diese Vorschriften oftmals nicht. Die Polizei von Mittel- und Westjütland ist deshalb in den vergangenen Tagen mehrfach ausgerückt. „Für Touristen ist es schwer zu wissen, dass in Dänemark ein Feuerverbot gilt. Woher sollten sie das wissen, wenn sie gerade erst eingereist sind?“, so Wachleiter Henrik Nielsen zum Radiosender DR P4 Midt & Vest.

Er fordert Ferienhausvermieter, lokale Ladenbesitzer und andere Akteure im „Sommerferienland“ Dänemark dazu auf, die Urlauber zu informieren – auch darüber, dass es unter Umständen verboten ist, zu grillen oder ein Lagerfeuer zu machen.

Die Ferienvermietung Esmark an der Westküste hat bereits mit Gästen über das Thema gesprochen – und die meisten zeigten Verständnis, so Verkaufsleiter Thomas Sørensen. „Aber viele sind darüber auch etwas verärgert. Denn zu grillen, das ist eben Teil des Urlaubs“, sagt er dem Radiosender. Esmark informiert seine Kunden bereits vor Reiseantritt per Mail und SMS über die Regeln, zudem wurden Info-Blätter in den Ferienhäusern ausgelegt.

Wer gegen das Verbot verstößt, kann mit Bußgeld in Höhe von 5.000 Kronen (670 Euro) bestraft werden.


Was ist erlaubt?

In Dänemarks Kommunen gelten ganz unterschiedliche Regeln. Laut den Feuerwehren Brand & Redning Sønderjylland und Brand & Redning Sønderborg, die Nordschleswig abdecken, ist es hier erlaubt, auf festem Untergrund (Mindestradius 2,5 Meter) zum Beispiel auf dem eigenen Grundstück zu grillen – allerdings im Mindestabstand von fünf Metern zu Gebäuden mit hartem Dach und 15 Metern zu Gebäuden mit Reetdach. In anderen dänischen Kommunen ist das Grillen komplett verboten.

Mehr lesen