Wirtschaft

Trotz Zaun: Schweinepest kann Exportkrise in Dänemark auslösen

jt/ritzau
Nordschleswig/Kopenhagen
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Foto: dpa

Dänemark kann trotz des kommenden Schweinezauns an der Grenze von der afrikanischen Schweinepest betroffen werden. Der Zaun wird zum Teil mehrere Meter auf dänischem Territorium angelegt.

Der geplante 80 Millionen Kronen teure Wildschweinzaun, der Dänemark vor der afrikanischen Schweinepest schützen soll, wird mehrere Meter auf dänischem Gebiet gebaut. Sollte demnach dort ein infiziertes, totes Wildschwein am Zaun gefunden werden, ist Dänemark offiziell von der Schweinepest betroffen. Das bestätigt der Vize-Chef von der Nahrungsmittelbehörde, Stig Mellergaard gegenüber der Zeitung Danmark.

„Sollte ganz Norddeutschland von der Schweinepest infiziert werden, und ein totes, deutsches Wildschwein sich auf dänischem Territorium befinden, dann sind wir offiziell auch in Dänemark von der Schweinepest betroffen und müssten dies den internationalen Behörden melden“, so Mellergaard.

Mellergaard fürchtet im schlimmsten Falle, dass bei einem solchen Szenario die Exportländer von Dänemark für einen unbestimmten Zeitraum den Import von dänischem Schweinefleisch einstellen werden. „Wenn wir jedoch erklären, dass ein infiziertes Schwein auf der deutschen Seite des Zauns gefunden worden ist, dann denke ich, dass sie auch wieder Schweinefleisch aus Dänemark kaufen werden“, so Mellergaard zu Danmark.

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