Debatte

Klima-Erklärung in der Kritik

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Ritzau/hm
Dänemark
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Für einige Forscher war die Erklärung von 11.000 Wissenschaftlern zum Klimawandel in zu großem Maße politisch motiviert. Foto: DPA

Kürzlich warnten 11.000 Forscher vor den Folgen des Klimawandels. Einige waren keine Klimaforscher und somit fachfremd. Das sorgt nun für Kritik.

Kürzlich warnten 11.000 Forscher vor den Folgen des Klimawandels. Der Zeitung „Kristeligt Dagblad“ zufolge sind aber nicht alle Wissenschaftler, die unterzeichneten, auch Klimaforscher. „Kristeligt Dagblad“ fand unter 11.000 Forschern 71 von dänischen Hochschulen und fragte den Politologen Martin Klatt von der Syddansk Universitet, warum er unterzeichnet habe.

Er habe dies getan, weil er meine, Forscher müssten sich in die Debatte einmischen, weil es die Aufgabe der Wissenschaftler sei, die Problematik als eine Einheit zu sehen.

Professorin Kirsten Halsnæs von der Dansk Teknisk Universitet (DTU), die die Folgen des Klimawandels untersucht, widerspricht. Zu „Kristeligt Dagblad“ sagte sie, sie denke, Wissenschaft werde damit dafür missbraucht, politische Programme zu legitimieren. Als Forscher bewege man sich auf einem schmalen Grat, so Halsnæs. Ihrer Ansicht nach sollten Wissenschaftler nur etwas untermauern, für das sie selbst einen fachlichen Beweis erbringen können. Sie und die Kollegen, mit denen sie zusammenarbeite, hätten nicht unterschrieben, weil der Inhalt der Erklärung politisiert gewesen sei, sagte sie der Zeitung.

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