Coronavirus

Impfprogramm ohne Johnson & Johnson

Impfprogramm ohne Johnson & Johnson

Impfprogramm ohne Johnson & Johnson

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Am Montagnachmittag hat der Gesundheitsminister die Parteichefs eingeladen, um über den Fortgang der Impfungen und der Widereröffnung zu diskutieren. Durchgesickert ist: Die Impfungen werden ohne den Impfstoff von Johnson & Johnson weitergehen. Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix

Dänemark wird sein Impfprogramm ohne das Vakzin von Johnson & Johnson fortführen. Wer will, soll sich aber kostenlos mit einem der beiden aus dem Programm genommenen Vakzine impfen lassen können.

Wie mehrere Medien erfahren haben, hat Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) den Parteien im Folketing mitgeteilt, dass das dänische Impfprogramm ohne das Vakzin von Johnson & Johnson weiterläuft.

8,2 Millionen Dosen fallen weg

Dänemark hatte sich eine größere Menge des Mittels, 8,2 Millionen Dosen, gesichert, das nur einmal gespritzt werden muss und dessen Lagerung einfacher ist, da Kühlschranktemperaturen ausreichen.

In den USA wird der Impfstoff mit der Entstehung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht. Ein ähnliches Krankheitsbild zeigte sich in einigen seltenen aber schweren Fällen nach Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Dieses Vakzin hat Dänemark bereits aus seinem Impfprogramm entfernt.

Freiwilligenregel noch im Mai

Eine Mehrheit im Folketing hat sich am Montag darauf geeinigt, dass sich Bürger freiwillig und kostenlos mit einem der beiden genannten Impfstoffe impfen lassen können. Die Regelung soll in diesem Monat in Kraft treten.

Søren Brostrøm, Direktor der Gesundheitsbehörde, hatte bereits angekündigt, dass ein Impfstopp für Johnson & Johnson bedeutet, dass junge, gesunde Menschen zwischen 20 und 40 Jahren etwas länger warten müssen, bis sie geimpft werden.

Bis zum 23. April wurden in den USA 7,98 Millionen Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson verimpft. Es gab 13.725 Meldungen von Nebenwirkungen, 97 Prozent wurden als nicht gravierend eingestuft. Es gab 15 Berichte von Blutgerinnseln in Verbindung mit einer ungewöhnlich geringen Anzahl von Blutplättchen. 3 der 15 Patienten starben. Das beschriebene Krankheitsbild wurde auch in seltenen Fällen bei Personen beobachtet, die zuvor mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft worden waren.

Aktualisiert um 20.30 Uhr

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