Wiedereröffnung

Die großen Festivals sagen reihenweise ab

Die großen Festivals sagen reihenweise ab

Die großen Festivals sagen reihenweise ab

Ritzau/nb
Kopenhagen
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In diesem Jahr fällt der Konfettiregen vielerorts aus, nachdem feststeht, dass bis zum 1. August maximal 2.000 Personen an einem Festival teilnehmen dürfen. Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Etliche große Festivals sagen ihre Veranstaltung ab, nachdem Details zur nächsten Phase der Wiedereröffnung bekannt wurden.

Maximal 2.000 Teilnehmer. So lautet die Obergrenze für Festivals, auf die sich die im Folketing vertretenen Parteien mit Ausnahme der Neuen Bürgerlichen zusammen mit der Regierung im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenkatalogs zur weiteren Wiedereröffnung des Landes geeinigt haben.

Die Beschränkung auf 2.000 Teilnehmer gilt für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 1. August. Danach soll die Zahl auf maximal 5.000 Teilnehmer steigen.

Damit wird es für die Veranstalter sehr schwierig, ihre Festivals durchführen zu können.

Viele bekannte Festivals sagen ab

Daraufhin haben zahlreiche Festivalveranstalter ihre geplanten Veranstaltungen abgesagt, darunter das Jelling Musikfestival, das Roskilde Festival und das Northside-Festival in Aarhus.

Northside, das normalerweise in Eskelunden in Aarhus durchgeführt wird, hatte 2019 35.000 Gäste.

„Wir hatten so sehr darauf gehofft, dass wir nicht wieder in diese Situation kommen würden, und mit schwerstem Festival-Herz müssen wir mitteilen, dass Northside 2021 abgesagt ist“, schreibt Northside auf seiner Internetseite.

Corona-Pass erforderlich

Zudem benötigen Zuschauer bei Festivals mit stehendem Publikum einen Corona-Pass. Darüber hinaus gilt eine Reihe weiterer Regeln, beispielsweise die Notwendigkeit eines Gesundheitsplanes und Abstandsregeln.

In der ersten Phase sollen die Teilnehmer in Sektionen mit maximal 200 Personen eingeteilt werden. Nach dem 1. August kann diese Zahl auf 500 anwachsen.

Die politische Vereinbarung sieht die Möglichkeit vor, die Grenze auf bis zu 10.000 Teilnehmer anzuheben, sofern dies als „gesundheitlich verantwortbar bewertet“ wird.

Vorgaben beruhen auf Empfehlungen der Expertengruppe

Die Vorgaben „beziehen sich auf Empfehlungen der Expertengruppe zur Durchführung größerer Versammlungen und Veranstaltungen“, wie es im Text der Vereinbarung heißt.

Die Expertengruppe besteht unter anderem aus Gesundheitsexperten sowie aus Repräsentanten von Behörden und aus dem Kulturbereich. Sie hatte ihre Empfehlungen vor gut zwei Wochen abgeliefert.

Der Artikel wurde um 11 Uhr umfassend aktualisiert.

Diese Festivals haben am Dienstag ihre Absage bekannt gegeben:

Jelling Musikfestival: 20.-23. Mai
Heartland Festival: 27.-29. Mai
Northside: 3.-5. Juni
Copenhell: 16.-19. Juni
Tinderbox: 24.-26. Juni
Vilde Vulkaner: 29.-30. Juni
Kløften Festival: 24.-26. Juni
Thy Rock: 25.-26. Juni
Roskilde Festival: 26. Juni-3. Juli
Nibe Festival: 30. Juni-3. Juli
Vig Festival: 8.-10. Juli
Musik i Lejet: 22.-24. Juli
Smukfest: 4.-8. August (der Veranstalter prüft alternative Möglichkeiten)
Ringsted Festival: 5.-7. August

Quelle: Festivalveranstalter und Danmarks Radio

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