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Mehrheit im Parlament will Führerscheinmodell für Corona-Pass

Mehrheit im Parlament will Führerscheinmodell für Corona-Pass

Führerscheinmodell für Corona-Pass gefordert

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Es sollte nur eine Voraussetzung sein, den Corona-Pass im Voraus zu zeigen, wenn man zum Beispiel zu einem Konzert geht, finden die Radikalen. Foto: Tom Little/Ritzau Scanpix

Bei einem Treffen mit der Regierung haben die Parteien über die langfristige Abschaffung des Corona-Passes diskutiert.

Bei einem Treffen am Freitag ist die Regierung aufgefordert worden, einen Plan für die Abschaffung des Corona-Passes zu erstellen.

Der Wunsch kommt von der Einheitsliste, den Radikalen und den vier Oppositionsparteien, die Teil des Abkommens für die Wiedereröffnung Dänemarks sind.

Regierung soll Vorschlag unterbreiten

Die Parteien wollen auch eine Änderung der Art und Weise, wie der Corona-Pass geprüft wird, in Betracht ziehen.

Die Regierung und die Parteien haben sich am Freitag darauf geeinigt, dass die Regierung einen Vorschlag machen wird, wie der Corona-Pass auslaufen kann.

Der Vorschlag wird dann den Parteien vorgelegt, die dazu Stellung nehmen können.

Forderung: Pass nur auf Nachfrage vorzeigen

Zurzeit muss der Pass als eine Art Eintrittskarte vorgezeigt werden. In Zukunft soll es etwas sein, das der Passinhaber vorzeigen kann, wenn die Behörden danach fragen. Genauso wie ein Führerschein.

„Es ist wichtig, sich zu überlegen, wie wir eine schrittweise Abschaffung erreichen können. Wir respektieren die Vereinbarungen, die über die Verwendung von Corona-Pässen getroffen wurden“, sagt der Corona-Sprecher der Einheitsliste, Peder Hvelplund. „Da dieser aber auf lange Sicht eingestellt werden soll, halte ich es für sinnvoll, einen schrittweisen Ausstieg zu planen.“

Der gesundheitspolitische Sprecher der Radikalen, Stinus Lindgreen, der auch Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für Epidemiologie ist, hofft auch, dass die Verwendung des Corona-Passes flexibler werden kann.

„Schließlich ist es nicht der Pass, der die Ausbreitung der Infektion verlangsamt. Es liegt daran, dass Leute getestet werden und zu Hause bleiben, wenn sie ein positives Ergebnis bekommen“, wie er sagt.

Pflicht nur bei speziellen Ereignissen

Er möchte nicht, dass der Corona-Pass komplett verschwindet. Aber die Fälle, in denen der Pass vorgezeigt werden muss, bevor der Zugang gewährt werden kann, sollten auf spezifische Ereignisse ausgerichtet sein, bei denen die Gefahr besteht, dass viele Menschen angesteckt werden.

Der gesundheitspolitische Sprecher bei Venstre, Martin Geertsen, betont, die Partei sei dafür, dass der Corona-Pass nur in einigen Situationen eingesetzt wird.

„Die Nutzung des Passes ist zu umfangreich. Wir denken, dass ein Corona-Pass bei großen Veranstaltungen, bei der Ein- und Ausreise und im Nachtleben sinnvoll ist.“

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