Bessere Lebensweise

Untersuchung: Gläubige haben ein 97 Prozent geringeres Risiko für Verkehrsunfälle

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Die habe unter anderem damit zu tun, dass religiöse Menschen weniger Alkohol trinken und aufgrund des Gebots der Nächstenliebe mehr Acht auf andere Menschen geben, sagt Theologie-Professor Niels Christian Hvidt. Gläubige sind wiederum laut Untersuchung für einige Krankheiten besonders anfällig.

Gläubige Menschen kommen sicherer durch den Straßenverkehr. So lautet das Fazit einer Untersuchung des Theologie-Professors Niels Christian Hvidt von der Süddänischen Universität. Er stützt sich auf eine zehn Jahre alte Studie, in der er neue Entdeckungen gemacht hat.

Sie zeigt, dass für religiöse Frauen ein um 92 Prozent geringeres Risiko gegenüber nicht-gläubigen Frauen besteht, in einen Verkehrsunfall involviert zu sein. Bei den Männern ist das Risiko sogar um 97 Prozent geringer.

Mehrere Gründe

Laut Niels Christian Hvidt gibt es dafür mehrere Gründe: „Wir rechnen damit, dass es etwas damit zu tun hat, dass gläubige Menschen weniger trinken, aufgrund des Gebotes der Nächstenliebe besser auf andere Menschen Acht geben und sie einen ruhigeren Geist haben und so auch ruhiger fahren“, so der Professor zu TV2.

Die Studie zeigt zudem, dass gläubige Menschen ein deutlich geringeres Risiko für Krebs und Diabetes haben. Im Gegensatz dazu erkranken religiöse Menschen allerdings öfter an Parkinson.

Obwohl die Studie zehn Jahre alt ist, ist sie nun wieder aktuell, da neue Erkenntnisse bezüglich der Selbstmordrate im Straßenverkehr hinzugekommen sind. Demnach gibt es 90 Prozent weniger Suizide von religiösen Menschen im Gegensatz zu Nichtgläubigen.

Weniger Selbstmorde

Der Experte erklärt dies damit, dass es in den untersuchten christlichen Überzeugungen ein Selbstmordverbot gibt. Diese Tatsache sowie Gemeinschaftssinn und der Glaube, dass sich alles mit Gottes Hilfe lösen lasse, habe große Bedeutung für das Ergebnis, sagt Hvidt.

Er berichtet allerdings, dass gläubige Frauen ein um 50 Prozent höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Dies könne laut Professor wiederum damit zusammenhängen, weil für viele von ihnen Selbstmord aus Glaubenssicht keine Option sei.

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