Krebsrisiko

Neue Empfehlung: Höheren Sonnenschutzfaktor verwenden

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Reichlich Sonnencreme mit Faktor 30 schützt vor Hautkrebs.

Die Menschen in Dänemark tragen häufig die Sonnencreme zu dünn auf. Die Gesundheitsbehörde empfiehlt daher, dass man mindestens Faktor 30 statt Faktor 15 verwendet.

„Mit der Sonnencreme nicht sparsam sein“, lautet seit jeher die Empfehlung der Gesundheitsbehörde (Sundhedsstyrelsen). Doch viele Menschen beherzigen diesen Ratschlag nicht.

Daher geht die Behörde jetzt einen neuen Weg und empfiehlt, dass man einen höheren Sonnenschutzfaktor verwendet. Die Empfehlung lautet, dass man statt bisher Faktor 15 mindestens Faktor 30 verwendet.

„Dann ist man alles in allem besser geschützt – selbst wenn man zu wenig Sonnencreme verwendet hat“, so Kresten Breddam, Chef der Abteilung für Sonnenstrahlenschutz bei der Gesundheitsbehörde.

Krebsgefahr bei zu wenig Sonnencreme

Trägt man die Sonnencreme zu dünn auf, ist man nicht ausreichend gegen die ultravioletten Strahlen der Sonne geschützt. Diese können Haut- und Muttermalkrebs auslösen.

Die Faustregel lautet, man soll eine Handvoll Creme verwenden, um den Körper einzureiben. Diese Empfehlung gilt weiterhin, denn ein höherer Faktor mache laut Breddam „nicht den ganz großen Unterschied“.

„Wir wünschen uns jedoch, dass die Menschen einen höheren Faktor verwenden, denn wir haben zu viele Fälle von Haut- und Muttermalkrebs in Dänemark.“

Neun von zehn Krebsfällen können verhindert werden

Jährlich sind 20.000 Menschen im Land von diesen Krebsformen betroffen. Laut der Gesundheitsbehörde steigt die Anzahl stetig an. Neun von zehn Fällen könnten mit „besseren Sonnengewohnheiten“ verhindert werden.

„Wir empfehlen, dass man eine Creme verwendet, die sowohl gegen UVA- als auch gegen UVB-Strahlen schützt. Beide Typen UV-Strahlung schaden der Haut“, so Breddam.

Die neue Empfehlung macht es auch einfacher, wenn man einen Urlaub im Süden plant. Denn für den Fall lautete die Empfehlung bereits vorher, man solle Faktor 30 verwenden.

Schatten

Die Gesundheitsbehörde empfiehlt, dass man zwischen 12 und 15 Uhr in den Schatten geht, um UV-Strahlung zu vermeiden.

Nackte Haut mit Kleidung bedecken. Man sollte einen breitkrempigen Sonnenhut verwenden, der den Kopf und die Ohren bedeckt und auch Gesicht und Nacken schützt. Die Behörde empfiehlt Sonnenbrillen.

Die unbedeckten Stellen des Körpers sollten mit reichlich Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 eingerieben werden. Die Faustregel lautet: eine Handvoll für den gesamten Körper.

Quelle: Sundhedsstyrelsen