Covid-19

Bisher 142.000 Personen mit AstraZeneca in Dänemark geimpft

Bisher 142.000 Personen mit AstraZeneca geimpft

Bisher 142.000 Personen mit AstraZeneca geimpft

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Am 9. April wird das mobile Impfzentrum in Tondern in Betrieb genommen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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Die Arzneimittelbehörde empfiehlt, dass man die Nachricht über eventuelle Nebenwirkungen des Impfstoffes von AstraZeneca gelassen sehen sollte.

Bislang haben 142.102 Personen in Dänemark die erste Impfung mit dem Impfstoff der Pharmafirma AstraZeneca erhalten, die diesen in Zusammenarbeit mit der Oxford Universität entwickelt hat.

Das geht aus Zahlen der dänischen Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut (SSI), hervor. Damit wurde etwa jeder Vierte in Dänemark mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.

Impfungen mit Vakzin von AstraZeneca vorübergehend ausgesetzt

Die dänische Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag beschlossen, die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca für zunächst 14 Tage auszusetzen. Hintergrund sind Berichte über lebensbedrohliche Fälle mit Blutgerinnseln bei Personen in Europa, die den Impfstoff erhalten haben, hierunter ein Todesfall in Dänemark.

Die Arzneimittelbehörde und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wollen jetzt untersuchen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Blutgerinnseln und dem Impfstoff gibt.

Aufforderung zu Gelassenheit

Bei der Arzneimittelbehörde fordert Einheitschefin Tanja Erichsen dazu auf, die Nachricht über die Aussetzung gelassen zu nehmen, sofern man bereits mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft ist.

„Wir wissen noch nicht, ob die Blutgerinnsel und der dänische Todesfall auf den Impfstoff zurückzuführen sind, aber das wird jetzt sicherheitshalber gründlich untersucht. Ich kann gut verstehen, dass man sich Sorgen macht, aber man sollte bedenken, dass es noch keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von AstraZeneca und den Fällen mit Blutgerinnseln gibt. Das ist es, was wir jetzt untersuchen werden“, sagt sie in einem schriftlichen Kommentar.

In erster Linie Personen unter 65 Jahre mit AstraZeneca geimpft

Der Impfstoff von AstraZeneca wurde vor allem Personen unter 65 Jahren verabreicht, da die Gesundheitsbehörde bis zur vergangenen Woche die Anwendung des Impfstoffs nur für diesen Personenkreis empfohlen hatte.

Der Impfstoff wurde unter anderem Krankenschwestern und Sozial- und Gesundheitsassistenten verabreicht.

Bei anhaltenden Symptomen Arzt aufsuchen

Sofern man innerhalb der vergangenen 14 Tage mit dem Impfstoff geimpft worden ist und an mehr als drei aufeinander folgenden Tagen Symptome feststellt, sollte man der Arzneimittelbehörde zufolge seinen Arzt kontaktieren.

Die Aussetzung des AstraZeneca-Impfstoffs bedeutet, dass man die zweite Impfdosis momentan nicht erhalten kann, sofern man bereits die erste erhalten hat.

Gleichzeitig werden keine weiteren Personen für eine erste Impfung eingeladen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“