Bandenkonflikt

Erneute Schießerei in Kopenhagener Stadtteil

Erneute Schießerei in Kopenhagener Stadtteil

Erneute Schießerei in Kopenhagener Stadtteil

Kopenhagen
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Foto: Mathias Øgendahl, Scanpix

Die Serie reißt nicht ab: Sonnabend wurden zwei Personen auf offener Straße angeschossen. Sonntagabend traf es einen 39-jährigen Mann auf Nørrebro.

Erneute Schießerei auf offener Straße in Kopenhagen. Im Stadtteil Nørrebro wurde am Sonntagabend ein 39-jähriger Mann verletzt, als zwei Personen auf einem Moped mehrere Schüsse abfeuerten.

Laut Polizei hat das 39-jährige Opfer "keine unmittelbare Verbindung" zum Bandenmilieu. Den ganzen Sommer schon gab es Schießereien in Kopenhagen, wo sich Banden um den Drogenmarkt bekämpfen. Bereits am Sonnabend wurden zwei unschuldige Bürger angeschossen und nach den Schießereien am Wochenende hat die Polizei in den Sommermonaten jetzt mindestens 20 Episoden registriert.

Am 8. August flog ein Geschoss sogar durch ein Fenster und eine Wohnung, wo sich die Kugel ins Sofa bohrte. Seitdem ist die Kopenhagener Polizei täglich zu Schussepisoden gerufen worden.

Regierungschef Lars Løkke Rasmussen hat führende Mitarbeiter von Polizei und Militär gebeten, mögliche Lösungen zu finden. Zum einen könnten Spezialeinheiten des Militärs im Bandenkonflikt eingesetzt werden, zum anderen überlegen die Politiker, wie Soldaten die derzeitigen Grenzkontrollen übernehmen können, um so Polizisten für den Bandenkonflikt in Kopenhagen und Aarhus frei zu machen.

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Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
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