Kriminalität

Teure Luftunterstützung im Kampf gegen Banden

Teure Luftunterstützung im Kampf gegen Banden

Teure Luftunterstützung im Kampf gegen Banden

Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Um den Bandenkonflikten in Kopenhagen Herr zu werden, leiht sich die Reichspolizei Flugzeuge und Helikopter beim Militär – das kostet mehrere tausend Kronen pro Stunde. Zudem sind Bürger vom Fluglärm genervt.

Der sich verschärfende Bandenkonflikt in Kopenhagen hat dazu geführt, dass sich die Polizei seit August dieses Jahres Unterstützung aus der Luft beim Militär angemietet hat. Ein ziemlich teures Projekt, wie Zahlen der Reichspolizei nun zeigen.

Demnach kostet das Ausleihen eines C-604-Challenger-Flugzeuges rund 15.361 Kronen pro Stunde, während ein Helikopter stündlich 4.828 Kronen Kosten verursacht.

Die Polizei ist trotzdem überzeugt davon, dass das Geld gut investiert ist. „Der Beitrag aus der Luft sorgt dafür, dass wir einen Überblick über die Bereiche bekommen, die von den Bandenkonflikten betroffen sind“, sagt Polizeiinspektor Jens Jespersen von der Kopenhagener Polizei zur Nachrichtenagentur Ritzau. Man könne Verdächtige mit der Luftunterstützung besser verfolgen und die Einheiten am Boden schneller koordinieren.

Bürger genervt

Selbst in der Nacht ist ein Einsatz der Flugzeuge und Helikopter möglich. Vor allem Letztere sorgen aufgrund ihrer Lautstärke bei den Bürgern immer wieder für Unmut. „Ich kann gut verstehen, dass sie genervt sind, aber sonst wären wir nicht in der Lage, die Bandenbedrohung zu bewältigen“, so der Polizeiinspektor.

Wie oft die Unterstützung aus der Luft genutzt wird, will er aus taktischen Gründen allerdings nicht bekannt geben.

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