Blaulicht

505 Feuerwehr-Einsätze in der Silvesternacht

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Die Reste vom Feste am Neujahrstag. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Nach Angaben der kommunalen Bereitschaften hatten die Feuerwehren im ganzen Land alle Hände voll zu tun – und wurden erneut mehrfach an der Arbeit gehindert. Vier Kindern droht der Verlust des Augenlichts. Eine Bilanz.

Insgesamt 505 Mal sind in der Silvesternacht Feuerwehren in Dänemark ausgerückt. Vom Feuer bis zum Autounfall, der Einsatzarten gab es viele, teilt der Dachverband Danske Beredskaber am Neujahrstag mit.

„Der Neujahrsabend ist für viele Menschen ein festlicher Abend, aber für unsere Feuerwehrleute ist es ein Erfolg, wenn wir nur minimal ausrücken müssen. So war es leider auch dieses Jahr nicht“, sagt Jacob Mouritsen, Kommunikationsmitarbeiter des Verbandes.

„Es war anstrengend, aber das erwartet man ja auch von einer Silvesternacht“, fügt er hinzu. Normalerweise gib es Silvester um die 400 Einsätze. Doch bereits im vergangenen Jahr waren es gut 500.

1.800 Feuerwehrleute waren im Laufe der Nacht im Einsatz. Und besonders Feuer in Mülleimern und Containern als Folge von Feuerwerk hielten die Einsatzkräfte beschäftigt.

Erneut Einsatzkräfte beschossen

Im vergangenen Jahr sind Feuerwehrleute im Einsatz um die 20 Mal mit Feuerwerkskörpern beschossen worden. Auch dieses Jahr mussten sie sich von Einsätzen zurückziehen, weil sie beschossen wurden – allerdings in weit weniger Fällen, teilt Danske Beredskaber mit. Elfmal sei dies vorgekommen.

Nicht nur die Feuerwehren hatten derweil alle Hände voll zu tun. Auch die Ambulanzen rückten immer wieder aus. Insgesamt habe es in der Nacht 1.329 Anrufe unter der Nummer 112 zwischen 18 und 6 Uhr gegeben, teilt die Region Süddänemark mit, die die landesweiten Zahlen versammelt. 993 Mal rückten Ambulanzen demnach aus. Seltener als im Vorjahr – bei mehr Anrufen.

Vier Kinder mit schweren Augenverletzungen

Die Zahl der Augenschäden, die in der Silvesternacht behandelt werden mussten, ist mit 22 etwas niedriger als die 28 vom vergangenen Jahr. Das teilt Oberarzt Jørgen Villumsen von der Augenklinik am Reichshospital in Glostrup mit.

„Doch traurigerweise müssen wir feststellen, dass die Zahl von Verletzungen bei Kindern unverändert ist. Sieben Augenverletzungen gab es bei Kindern unter 18 Jahren, davon sind vier sehr schwerwiegend. Zwei der Kinder sind unter zehn Jahre alt“, sagt Villumsen.

Es handele sich um derart schwere Verletzungen, dass die Kinder ihr Augenlicht ganz oder teilweise verlieren könnten, sagt der Arzt. Allen Betroffenen gemeinsam sei, dass sie keine Schutzbrillen getragen hätten. 19 der 22 Verletzten seien Männer oder Jungen.

Auch an den Händen haben die Feuerwerkskörper erneut zahlreiche Schäden hinterlassen. In 22 Fällen musste deshalb eine Ambulanz eingreifen, ein Jahr zuvor waren es 28 Mal, teilt die Region Süddänemark mit.

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