Kultur und Freizeit

Planänderung: Badesee statt Freibad in Bülderup

Planänderung: Badesee statt Freibad in Bülderup

Planänderung: Badesee statt Freibad in Bülderup

Kjed Thomsen
Bülderup/Bylderup
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Aus dem Bülderuper Freibad soll ein künstlicher Badesee werden (Archivfoto). Foto: DN

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Das Freibad am Sportcenter in Bülderup entspricht nicht den neusten Anforderungen und müsste für mehrere Millionen Kronen saniert werden. Anstatt eine Komplettanpassung vorzunehmen, favorisiert der Sportcenter-Vorstand eine Alternative. Es soll stattdessen ein klimafreundlicher Badesee geschaffen werden. Der Kulturausschuss springt mit ins Boot.

6,695 Millionen Kronen. Diese Summe würden Sanierung und Anpassung des Freibades am Bülderuper Sportcenter laut Berechnung kosten. Die Maßnahmen sind unter anderem wegen neuer Richtlinien für Filteranlagen und Wasseraufbereitung erforderlich.

Der Kulturausschuss setzte im Haushalt für 2021 und 2022 einen Zuschuss in Gesamthöhe von 3 Millionen Kronen an.

Das Geld soll nach wie vor dem Badespaß in Bülderup zugutekommen, allerdings wird mit Plan B gearbeitet.

Der sieht vor, dass das Freibad durch einen natürlichen Badesee ersetzt wird.

Inspiriert 

Die Idee stammt von der Kommunalverwaltung. Der Sportcenter-Vorstand hat den Ball aufgegriffen und ist von der Idee mittlerweile angetan.

„Wir haben uns in Vejle bei einer Sporthochschule solch einen Badesee angeschaut und planen nun mit so einem See bei uns weiter“, so  Sportcenter-Vorsitzender Christian Iwersen.

„Der See soll ein Ganzjahresprojekt werden. Man kann zu jeder Zeit dort baden“, ergänzt der Vorsitzende.

Skizze für einen Badesee am Bülderuper Sportcenter Foto: Aabenraa Kommune

Der Kulturausschuss ist bereit, den Plan B zu unterstützen, zumal es einen klima- und umweltfreundlicheren Betrieb verspricht. Etwa 5,7 Millionen Kronen würde das Anlegen eines kleinen Badesees laut Schätzungen kosten.

Der Freizeitausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die 3 Millionen Kronen für solch einen künstlichen Badesee zu Verfügung zu stellen. Unter der Voraussetzung, dass das Sportcenter bis spätestens 31. Dezember 2023 den Rest finanzieren kann.

Christian Iwersen ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird. „Uns fehlen noch zwei Millionen Kronen“, so der Vorsitzende. Das Geld hoffe man über Stiftungen und Sonderaktionen hereinzubekommen.

Mit Sauna

Statt der angesetzten 5,7 Millionen Kronen gehe man von Kosten in Höhe von 6 Millionen Kronen aus. „Uns schwebt vor, eine Sauna am Badesee zu errichten“, so Iwersen.

Bei den Betriebskosten erwarte man keine Einsparungen.

„Wir werden kein Chlor mehr einsetzen müssen und bekommen ein anderes Filtersystem. Man muss aber viele Proben entnehmen und es fallen andere Zusatzkosten an. Der Badesee wird aber umweltfreundlicher. Das ist uns besonders wichtig“, so Iwersen.

Auch das Wasser des Badesees, der genau an der Stelle des heutigen Beckens entstehen soll, wird durch eine Filteranlage laufen. „Das Wasser wird aber auf natürliche Weise mithilfe von Pflanzen und Kieseln gereinigt“, erwähnt Iwersen.

Die Solaranlage, mit der man das Wasser des Schwimmbeckens erwärmte, werde man auch für den Badesee nutzen können.

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