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UC Syd: Sparauflagen führen zu Kündigungen

UC Syd: Sparauflagen führen zu Kündigungen

UC Syd: Sparauflagen führen zu Kündigungen

Hadersleben/Haderslev
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Auch der Campus Apenrade des UC Syd ist von den Personalkürzungen betroffen. Foto: UC Syd

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13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze, weitere gehen freiwillig. Rektor Alexander von Oettingen: Schieflage im Haushalt 2022 erfordert 14 Millionen Kronen Einsparungen.

Die akademische Ausbildungsinstitution University College Syd (UC Syd) mit Angeboten in Apenrade (Aabenraa), Kolding, Esbjerg und Hadersleben muss im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 14 Millionen Kronen vornehmen, damit der Betrieb nicht in eine finanzielle Schieflage gerät.

Verwaltung und Lehre betroffen

Der Rektor von UC Syd, Alexander von Oettingen, hat vor diesem Hintergrund einen deutlichen Personalabbau angekündigt, der zur Hälfte die Verwaltung, aber auch die Ausbildungen im Institut für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung, im Institut für Gesellschaftsfächer und Kommunikation sowie die Weiterbildungsangebote betreffen. 16 Mitarbeitende verlassen UC Syd auf freiwilliger Basis, drei werden intern versetzt, und mehrere vakante Stellen werden nicht neu besetzt.

Letzter Ausweg Kündigungen

„Leider hat es sich auch als erforderlich erwiesen, Mitarbeitenden eine bevorstehende Kündigung mitzuteilen, um ein Gelichgewicht im Haushalt 2022 und in den folgenden Jahren zu erreichen. Das war selbstverständlich der letzte Ausweg, nachdem alle anderen Möglichkeiten untersucht worden sind“, so Rektor Alexander von Oettingen.

Rektor Alexander von Oettingen Foto: UC Syd

Im UC Syd, in dem unter anderem auch Personal für Schulunterricht, Bioanalytik, Ergotherapie, Krankenpflege und Sozialarbeit ausgebildet wird, sind aktuell 700 Personen tätig. Es werden im kommenden Jahr rund 40 bis 45 Stellen wegfallen.

Zu wenige Bewerbungen

Als Ursache für die Finanzprobleme und den erforderlichen Personalabbau nennt Alexander von Oettingen einen negativen Trend bei der Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, aber auch umfangreiche Ausbildungsabbrüche. „Generell fällt die demografische Entwicklung nicht zu unseren Gunsten aus. Mehr Jugendliche ziehen ein Studium in den großen Universitätsstädten vor, und die Jahrgänge schrumpfen“, so von Oettingen. Den Haushalt von UC Syd belasteten auch Kürzungen bei externen Forschungsmitteln sowie Sonderzuschüsse für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Nun habe man aber einen Kurs eingeschlagen, der langfristig den Betrieb des UC Syd sichere.

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