Folketingswahl 2026

Rückenwind für den roten Block im Folketing

Person steigt aus rotem Socialdemokratiet-Bus auf einem Parkplatz
Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) war in der vergangenen Woche auf Wahlkampftour durch das Land.

Meinungsumfrage: Der rote Block erhält 48,7 Prozent der Stimmen. Der blaue Block kommt auf 44,2 Prozent. Eine spannende Wahlentscheidung steht bevor.

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Zusammenfassung

  • Neue Voxmeter-Umfrage sieht den roten Block vor dem blauen Block.
  • Der rote Block käme auf 48,7 Prozent und 85 Mandate, der blaue Block auf 44,2 Prozent und 78 Mandate.
  • Die Moderaten um Lars Løkke Rasmussen liegen bei 7,0 Prozent und könnten zum Mehrheitsmacher werden.

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Es gibt Rückenwind für den roten Block im Folketing. Das zeigt die erste politische Meinungsumfrage, die das Analyseinstitut „Voxmeter“ nach der Ankündigung der Folketingswahl am Donnerstag vergangener Woche für „Ritzau“ durchgeführt hat.

In der Umfrage vom Montag erhält der rote Block 85 Mandate, während der blaue Block 78 Mandate erhält. Der rote Block erhält demnach insgesamt 48,7 Prozent der Wählerstimmen, während der blaue Block auf 44,2 Prozent kommt.

In der Mitte stehen die Moderaten und ihr Vorsitzender Lars Løkke Rasmussen mit geschätzten 7,0 Prozent der Wählerstimmen und 12 Mandaten in der Umfrage, die eine gewisse statistische Unsicherheit aufweist.

Blockpolitik in Dänemark

  • In der dänischen Politik werden die Sozialdemokraten, die Sozialistische Volkspartei, die Einheitsliste, die Radikale Venstre und die Alternative typischerweise dem roten Block zugeordnet. Schon 2017 positionierte sich die Alternative allerdings als Partei eines „grünen Blocks“, um den Umweltschwerpunkt der Partei zu untermauern.
  • Der blaue Block besteht aus rechtsgerichteten/bürgerlichen Parteien. Das sind Parteien, die ideologisch im Liberalismus oder Konservatismus verwurzelt sind und/oder sich entweder in der Verteilungspolitik oder in der Wertepolitik rechts positionieren. Typischerweise werden die Parteien Venstre, die Konservative Volkspartei, die Liberale Allianz, die Neuen Bürgerlichen, die Dänemarkdemokraten und die Dänische Volkspartei dem blauen Block zugeordnet.
  • In der Geschichte hat immer einer der beiden Blöcke die Regierung gestellt und somit die politischen Geschicke gelenkt. 
  • Die Moderaten, die sich 2022 gründeten, positionieren sich bewusst in der Mitte und sehen sich keinem der beiden Blöcke zugehörig, um die Blockpolitik aufzubrechen. Dies ist 2022 in der derzeitigen SVM-Regierung (Sozialdemokratie, Venstre, Moderate) aufgegangen. 

Sozialistische Volkspartei zweitstärkste Kraft

Die Unsicherheit ist mit 2,6 Prozentpunkten am größten bei der Sozialdemokratie, die laut Umfrage 22,1 Prozent der Stimmen erhalten würde, wenn morgen Folketingswahl wäre. Die SF wird mit 13,2 Prozent als zweitgrößte Partei gemessen.

Im blauen Block wird Venstre mit ihrem Vorsitzenden und Staatsministerkandidaten Troels Lund Poulsen mit 9,4 Prozent nur als zweitgrößte Partei gemessen.

Die Liberale Allianz, deren Vorsitzender Alex Vanopslagh nicht ausschließt, sich selbst als Staatsministerkandidat zu nominieren, erhält 11,7 Prozent und ist damit die größte Partei im blauen Block.

Moderate könnten zum Mehrheitsmacher werden

Beide Blöcke könnten eine Mehrheit im Parlament erreichen, wenn sie die Moderaten auf ihre Seite ziehen könnten.

Für den blauen Block wird dies jedoch dadurch erschwert, dass der Vorsitzende der Dänischen Volkspartei, Morten Messerschmidt, seit Langem die absolute, unabdingbare und ultimative Forderung stellt, dass Lars Løkke Rasmussen keinen Einfluss auf eine Regierung haben darf, die auf den Mandaten der DF basiert.

Wiedereinzug aller derzeitigen Folketingsparteien wahrscheinlich 

Alle derzeitigen 12 Parteien im Folketing würden übrigens bei einer Parlamentswahl morgen wieder ins Parlament einziehen.

Am unteren Ende der Nahrungskette steht die Alternative mit 2,5 Prozent der Wählerstimmen, während die Bürgerpartei (Borgernes Parti), die zum ersten Mal antritt, 2,2 Prozent erhält.

Zur Voxmeter-Umfrage: https://voxmeter.dk/meningsmalinger/

Die Voxmeter-Umfrage wurde im Zeitraum von Montag, 23. Februar, bis einschließlich Sonntag, 1. März, unter 1003 repräsentativ ausgewählten Personen über 18 Jahren durchgeführt.