Dänische Regierung legt Klimaziel für 2035 fest

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Die dänische Regierung hat ein neues Klimaziel für das Jahr 2035 beschlossen: Die Treibhausgasemissionen sollen bis dahin um 82 Prozent gegenüber 1990 sinken. Eine Einigung mit den übrigen Parteien im Folketing kam nicht zustande, da mehrere Oppositionsparteien ein höheres Ziel forderten.

Scharfe Kritik kommt vom Dänischen Naturschutzverband (Danmarks Naturfredningsforening). Die Umweltorganisation bezeichnet das Ziel als „schockierend unambitioniert“ und warnt davor, dass es die weitere Klimapolitik ausbremsen könne. Das Ziel liege deutlich unter den bis zu 90 Prozent, die unter anderem die Sozialistische Volkspartei (SF), die Einheitsliste, die Sozialliberale Partei (Radikale Venstre) und Alternativet vorgeschlagen hatten.

Klimaminister Lars Aagaard (M) verteidigte das Ziel als ambitioniert und finanziell abgesichert, betonte jedoch, dass zusätzliche Reduktionen zunehmend schwieriger würden. Nach Einschätzung des Ministeriums sind bis 2035 noch rund 1,9 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einzusparen – bei geschätzten Kosten von vier Milliarden Kronen pro Jahr.