Blaulicht

Feuerwehr im Einsatz am Medienhaus

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Mehrere Feuerwehrfahrzeuge und Polizeiwagen standen am frühen Freitagabend in einer langen Reihe vor dem Medienhaus. Nach und nach konnten die Rettungskräfte schon bald wieder abziehen.

Die Drehleiter war schon in Stellung gefahren und der Skibbroen gesperrt, um einen vermeintlichen Brand im Turm des Medienhauses zu löschen. Zum Einsatz kamen die Wasserschläuche dann aber nicht.

„Sollte ich nervös sein?“, ruft eine Journalistin aus dem Fenster den vor dem Medienhaus stehenden Rettungsmannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Apenrade zu, die sich am Freitagabend gegen 18.30 Uhr dort versammelt hatten.

Eine Drehleiter wurde gerade ausgefahren, als die bislang in die Arbeit vertiefte Frau zur Überraschung der Feuerwehrleute das Fenster der Apenrader Lokalredaktion des „Nordschleswigers“ öffnete, um nach der Ursache der vielen blauen Blinklichter in ihrem Rücken zu schauen.

Genauso überrascht wie die Mitarbeiterin reagierten nun die Rettungskräfte. Dass zu der Zeit jemand im Medienhaus sein könnte, damit hatten sie wohl nicht gerechnet. Auf die Idee, die Türklingel zu benutzen, war offensichtlich niemand gekommen.

Aber praktischer war es schon, dass jemand im Haus war. Statt über die Drehleiter konnten die Rettungskräfte nun über die Vordertür zum vermeintlichen Brand gelangen.

Auch wenn die Bildqualität zu wünschen übrig lässt, so ist doch zu verstehen, warum die Feuerwehr alarmiert wurde.

Der Feuerwehr war ein Feuer im Turm des Medienhauses gemeldet worden. Allerdings war im ganzen Treppenhaus weder Rauch noch Brandgeruch festzustellen, weshalb die Rettungskräfte auch geduldig warteten, bis die Tür zum Turmzimmer mit dem richtigen Schlüsselcode geöffnet werden konnte.

Schnell konnte der Einsatzleiter dann auch seinen Leuten vor der Haustür Entwarnung melden. Die Wasserschläuche kamen gar nicht zum Einsatz. Auf der Fensterbank des Turmzimmers, das neuerdings von dem 3D-Druckservice „LAB3D“ genutzt wird, stand einzig eine beleuchtete Rakete, wie sie Comicleserinnen und -leser aus den Tim-und-Struppi-Heften sicherlich kennen, die von außen betrachtet tatsächlich Ähnlichkeit mit einer lodernden Flamme hat.

Eine solche Rakete aus dem 3D-Drucker – von unten angestrahlt – hat den Feueralarm ausgelöst.