Deutsche Minderheit

Mit dem DPF-Kinderfest ein Mehr an Miteinander

Veröffentlicht Geändert
Wer hat die schnellste Schnecke?

An der Deutschen Privatschule Feldstedt ist wieder ordentlich getanzt, gespielt und geschnackt worden. Die Schützenprinzessin und der Schützenprinz wurden außerdem geehrt. Warum Schulleiterin Viola Matthiesen an der Tradition festhält, erklärt sie.

Die Kinder feuerten sich lautstark an. Das fröhliche Stimmengewirr war schon vor der Eingangstür der Deutschen Privatschule Feldstedt zu hören. In der Sporthalle fand ein reger Wettkampf statt: Wer gewinnt das Schneckenrennen?

Voller Einsatz beim Schneckenrennen

Mit vollem Einsatz rollen die Schülerinnen und Schüler die Schnur auf, an deren Ende eine bunt bemalte Papierschnecke über den Boden der Sporthalle rutscht. Die Schulkameradinnen und -kameraden feuern an. Wer gewinnt, darf sich zuerst am Süßigkeitenbüfett bedienen.

Das alljährliche Kinderfest, das im Rahmen des Deutschen Tages stattfindet, war in vollem Gang. Begonnen hatte es mit einem gemeinsamen Essen. In der DPF-Schulfreizeitordnung selbst gebackene Brötchen, bestrichen mit Butter und – nach Wunsch – belegt mit Käse, wurden an langen Tafeln verspeist. Dazu gab es kühle Getränke.

Während sich die älteren Kinder aus der 2. bis 6. Klasse dem sportlichen Spaß in der Turnhalle hingaben, spielten die Kleinen aus dem angeschlossenen Waldkindergarten gemeinsam mit den Nullt- und Erstklässlerinnen und -klässlern in der Aula.

Jeder möchte mal der Elektriker sein. Die Kindergarten- und Schulkinder beim Spielen in der Aula.

Kurzschluss mit lautem Bamm

Im Kreis saßen die Jungen und Mädchen und spielten „Elektriker“. Die Kinder nahmen sich an die Hand und summten wie eine Stromleitung. Der Elektriker ging um den Kreis und berührte überall dort, wo sich die Kleinen an der Hand hielten. An einer dieser Stellen war ein „Kurzschluss“, da riefen die Kinder laut „Bamm“ – ein großer Spaß für alle.

Und so ging es in der Aula und der Sporthalle mit neuen Spielen und Tänzen weiter. Ballontanz bei den Kleinen, Stuhltanz bei den Großen.

Beim Ballontanz

„Früher war es ein Fest für die Kinder – daher der Name“, berichtet Schulleiterin Viola Matthiesen. Heute gehört auch das Eltern-Café mit zum Fest, wo „die Mütter und Väter sich austauschen und schnacken können. Das ist gut für die, die neu an der Schule sind“, so Matthiesen. Zu den neuen Eltern gehören unter anderem die Eltern der Kindergartenkinder, die durch das Angebot schon erste Kontakte zur Schule und zu anderen Eltern bekommen können. „Das Kinderfest bietet eine andere Atmosphäre, als wenn man sich eben auf dem Flur trifft“, weiß die Schulleiterin aus Erfahrung.

Neben dem Gemeinschaftsfest und der Weihnachtsfeier ist dieses Angebot ein weiteres, um das Miteinander in der Schule zu stärken, ist Matthiesen sicher. „Hier leben wir Gemeinschaft“, sagte sie.

Stuhltanz bei den Großen in der Turnhalle

Auch SFO-Leiter Bo Mansen ist überzeugt, dass ein solches Angebot positive Zeichen setzt: „Wir sind eine kleine Gemeinschaft, und je früher wir den Kontakt zueinander herstellen, umso besser geht es“, sagte er.

Klönschnack und Austausch im Elternkreis

Während die Kinder feierten, machten es sich die Mütter und Väter in einem Klassenraum gemütlich. Dort hatten die Lehrkräfte aufgetischt. Es gab Kaffee und Kuchen sowie Raum für Gespräche – auch mit den Lehrerinnen und Lehrern.

Dann fand die große Siegerehrung statt. Wer war die beste Schützin, wer war der beste Schütze? Die Kinder hatten mit dem Luftgewehr wenige Tage zuvor beim Feldstedter Schützenverein auf Zielscheiben geschossen. Je fünf Schüsse durften sie abgeben. Dann stand fest: Prinzessin wurde Marie Sørensen aus der 4. Klasse (48 Ringe), erste Zofe wurde Liv Bonde Pedersen (3. Klasse) und zweite Zofe Thea Schubert aus der 6. Klasse. Bei den Jungen hatte Roman Dietrich aus der 5. Klasse die Nase vorn und wurde Prinz (42 Ringe). Erster Lakai wurde Tobias Jonasson aus der 6. Klasse und zweiter Lakai Robin Bläsing aus der 5. Klasse.

Schulleiterin Viola Matthiesen mit der Siegerzielscheibe mit sage und schreibe 48 Punkten