Ausbildung

Militär als Unterrichtsfach: Hadersleben geht neue Wege

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Nach der Kommune sind die dänischen Streitkräfte der größte Arbeitgeber in Hadersleben. Ein neues Unterrichtsfach am städtischen Gymnasium soll junge Leute für eine berufliche Zukunft im Militär erwärmen. Das Foto stammt vom Lichtfest der Kommune, mit dem die Menschen alljährlich der Opfer des Faschismus gedenken (Archivbild).

Angesichts wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen geht die Kommune Hadersleben neue Wege, um junge Menschen für gesellschaftliche Themen zu sensibilisieren. Ihre Idee: ein neues Schulfach am örtlichen Gymnasium, das sich mit dem Militär befasst. Der Verteidigungsminister unterstützt das Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit der Kommune und dem Verteidigungskommando entsteht.

Das Gymnasium der Domstadtkommune, die Haderslebener Kathedralschule, die Kommune Hadersleben und das dänische Militär arbeiten künftig Hand in Hand in einer ungewöhnlichen Kooperation: Sie planen eine Gymnasiallinie, die sich auf das Militär und dessen gesellschaftliche Rolle konzentriert.

Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) hatte die Idee der Kommune aufgegriffen und seinem Parteifreund, Haderslebens Bürgermeister Mads Skau, seine Unterstützung versichert.

Praxisnahes Lernen vor der Tür

Laut Rektorin Ruth Funder sind erste Gespräche mit der obersten Führungsinstanz des dänischen Militärs, dem Verteidigungskommando, in Planung. Die neue Studienlinie soll Wissen über das Militär vermitteln und junge Menschen ermutigen, sich mit dessen wachsender Bedeutung auseinanderzusetzen – gerade in Krisenzeiten wie diesen.

Chancen für die Kommune

Bürgermeister Skau sieht in dem geplanten Unterrichtsfach eine große Chance für die Domstadtkommune.
„Das Militär steht vor großen Rekrutierungsaufgaben. Wir hoffen, dass junge Menschen durch diese Initiative eine berufliche Perspektive finden und langfristig in unserer Kommune bleiben.“

Die Streitkräfte sind nach der Kommune Hadersleben der größte Arbeitgeber in der Region.